Das DRK Schmerz-Zentrum Mainz ist eine Spezialklinik. Dort werden akute und chronischer Schmerzen behandelt. "Mit 80 stationären Betten, 24 teilstationären Plätzen und einer Ambulanz mit mehr als 5.000 Patientenvorstellungen im Jahr gehören wir zu den größten Schmerzkliniken Europas", schreibt die Klinik auf ihrer Internetseite. Doch die Zukunft dieser Klinik ist ungewiss.
Bietergemeinschaft will Klinik übernehmen
Aus diesem Grund sind am Dienstag etwa 150 Menschen in Mainz auf die Straße gegangen. Sie forderten den Erhalt der Klinik. Unter den Demonstrierenden war auch Anke Diezemann. Die Leiterin der Psychologie betonte noch einmal die Kompetenz der Mitarbeitenden der Klinik: " (...) Sie sind alle weitergebildet. Das ist ein einmaliges Konzept und das würde auch verloren gehen in der Versorgung von Schmerzpatienten."
DRK Schmerz-Zentrum in Mainz ist insolvent
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hatte Anfang des Jahres für alle von ihm betriebenen Kliniken in Rheinland-Pfalz Insolvenz angemeldet. Es steigt als Träger komplett aus der Krankenhausversorgung aus. Für das Schmerz-Zentrum in Mainz bedeutet das, dass ein Insolvenzverwalter eingeschaltet wurde und der kümmert sich darum, wie es weitergeht. Doch es hakt.
Insolvenzverwalter hat Belegschaft informiert
Vor einer Woche hat der Insolvenzverwalter die Belegschaft des Schmerz-Zentrums über den Stand der Verhandlungen informiert. Viel zu sagen hatte er nicht. Denn woran genau es aktuell hakt, ist geheim. Nur so viel ist bekannt: Die Übernahme der Klinik samt der rund 200 Beschäftigten ist eigentlich in trockenen Tüchern. Aber es gibt Probleme, die mit den Gebäuden auf dem Grundstück im Süden der Mainzer Altstadt zu tun haben.
Beschäftigte unterstützt Übernahme-Pläne
Die Belegschaft steht größtenteils hinter der geplanten Übernahme des Schmerz-Zentrums durch eine Bietergemeinschaft rund um das eigene Management. Und fast alle Mitarbeitenden sollen trotz der ungewissen Zukunft der Klinik nicht gekündigt haben.
Streitpunkt soll Immobilie in der Mainzer Altstadt sein
Wegen der Probleme, die ein sogenannter Dritter verantworten soll, stocken nun die Verhandlungen. Und das sorgt für Unsicherheit. Wer dieser "Dritte" ist, sagt Insolvenzverwalter Rainer Eckert nicht. Dem SWR gegenüber stellte Eckert aber in Aussicht, schnell das Gespräch suchen zu wollen. Ihm sei bewusst, welche Verantwortung er selbst für die Klinik und die Mitarbeitenden habe, so Eckert.