Der Pfälzer bekam alle 285 gültigen Stimmen beim Landesparteitag in der Halle 45 in Mainz. Eine Stimme war laut Partei ungültig. Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz findet am 22. März 2026 statt.
Zwei Wahlversprechen von Schweitzer
Der 52-Jährige kündigte in seiner Rede einen intensiven Haustürwahlkampf der SPD an: Ziel sei es, an 100.000 Türen zu klingeln und zu klopfen. "Die Menschen wollen sehen, dass wir unterwegs sind", sagte Schweitzer in seiner Rede vor den Delegierten.
Zudem machte der Spitzenkandidat zwei Wahlversprechen: Zum einen sollen für alle Schüler und Schülerinnen in Rheinland-Pfalz Lernmittel wie Schulbücher, digitale Lizenzen aber auch Arbeitshefte kostenfrei werden.
Das werde im ersten Jahr etwas über 130 Millionen Euro und danach gut 50 Millionen Euro jährlich kosten. Familien mit zwei Kindern würden damit über die gesamte Schullaufbahn im Schnitt um 2.500 Euro entlastet.
Teurer Führerschein - Schweitzer verspricht Entlastung
Zum anderen soll das Land für junge Leute bis 25 künftig einen Teil der Gebühren für den Führerschein übernehmen, weil dieser so teuer geworden sei. Im Schnitt sind die Führerscheinkosten auf 3.500 bis 4.000 Euro gestiegen. Sein Vorschlag: "Wir können die Verwaltungsgebühren übernehmen." Das seien rund 200 Euro.
Der 52-jährige Pfälzer steht seit dem Rückzug von Malu Dreyer im Sommer 2024 an der Spitze von Rheinland-Pfalz. Er ist auch stellvertretender Parteivorsitzender im Bund und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.
Fast die Hälfte der Kandidaten sind Frauen
Neben Schweitzer stehen 51 weitere Kandidierende auf der Liste, davon 24 Frauen, also fast die Hälfte. Parteichefin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wurde auf Listenplatz 2 gewählt, Landtagspräsident Hendrik Hering auf Platz drei, gefolgt von Finanzministerin Doris Ahnen.
Die SPD regiert in Rheinland-Pfalz seit 34 Jahren, davon seit neun Jahren zusammen mit Grünen und FDP. In Umfragen ist Schweitzer beliebter als sein Herausforderer Gordon Schnieder von der CDU. Die Partei liegt allerdings in aktuellen Umfragen deutlich hinter der CDU.