Rund 45.000 Haushalte hatten am vergangenen Samstag in Berlin plötzlich keinen Strom mehr. Ein Anschlag auf die Stromversorgung ließ die Menschen im Dunkeln und kalt sitzen.
Vor einem solch großflächigen Stromausfall ist die Region Trier in den vergangenen Jahren glücklicherweise verschont geblieben, sagt der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Eifelkreises Jürgen Larisch. Aber er mahnt zur Vorsicht. Eine Fehlschaltung, ein Brand in einem Trafo oder ein Anschlag können dazu führen, dass tausende Haushalte plötzlich ohne Strom sind.
Bürgerinnen und Bürger müssen auf Stromausfall vorbereitet sein
Larisch sieht vor allem die Bürgerinnen und Bürger in der Pflicht, sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Dann sei es vor allem wichtig, an Informationen zu kommen. Zum einen sei es hilfreich, Warnapps wie NINA oder KatWarn auf den Handys installiert zu haben. Aber auch ein batteriebetriebenes Radio oder das Autoradio können im Falle eines Blackouts hilfreich sein.
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Man sollte entsprechende Vorräte von Wasser, haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten für mehrere Tage anlegen.
Um längere Zeit überbrücken zu können, empfiehlt Larisch: "Man sollte entsprechende Vorräte von Wasser, haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten für mehrere Tage anlegen." Auch Taschenlampen, Kerzen und Streichhölzer sollte jeder immer im Haus haben.
Der einzelne Bürger ist gefordert, entsprechende Vorsorge zu treffen.
Denn die Einsatzkräfte können im Katastrophenfall nicht allen Bürgern gleichzeitig helfen. "Der einzelne Bürger ist gefordert, entsprechende Vorsorge zu treffen, damit eine Übergangszeit auf jeden Fall auch ohne staatliche Hilfe überstanden werden kann", so Larisch.
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Vorsicht bei Campingkochern und alten Öfen
Öfen und Campingkocher seien wichtig, um zu kochen und auch zu wärmen. Doch er warnt, diese unbedacht zu nutzen. Denn eine offene Flamme stelle auch immer eine Brandgefahr dar. "Also meine Ängste gingen dahin, dass dann Öfen und Kamine verwendet werden, die jahrelang stillgelegt waren und die dann gegebenenfalls auch eine Brandgefahr darstellen", gibt Larisch zu Bedenken.
Eifelkreis auf Stromausfall vorbereitet
Den Eifelkreis sieht der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur gut auf einen möglichen großen Stromausfall vorbereitet. Das Katastrophenschutzzentrum biete eine Vielzahl an Möglichkeiten, im Ernstfall Hilfe zu leisten.
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Wir werden nie die völlige Sicherheit erreichen können.
Beispielsweise habe das Katastrophenschutzzentrum eine unabhängige Stromversorgung und sei jeder Zeit arbeitsfähig. Auch die Freiwilligen Feuerwehren seien mit Notstromaggregaten ausgerüstet. Einsatzfahrzeuge könnten auch versorgt werden, wenn die normalen Tankmöglichkeiten ausfallen. Neben dem Digitalfunk sei auch der Analogfunk beibehalten worden, der mit den Aggregaten aufrecht erhalten werden könne. Larisch stellt aber auch klar: "Wir werden nie die völlige Sicherheit erreichen können."
Stromversorgung in Trier auf mehrere Stränge verteilt
Die Stadtwerke Trier (SWT), die rund 22.000 Häuser im Trierer Stadtgebiet mit Strom versorgen, sehen sich gewappnet für einen großen Stromausfall. Die Stromversorgung in Trier sei auf mehrere Teilbereiche aufgesplittet, so ein Sprecher der SWT. Es versorge also nicht eine einzige Leitung die ganze Stadt. Ein zentrales Kraftwerk gebe es nicht.
Das Leitcenter der SWT sei rund um die Uhr besetzt. Bei Störungen im Stromnetz werde sofort gehandelt. Für größere Ausfälle gebe es Notfallpläne mit Feuerwehr sowie Hilfsorganisationen. Zudem würden mobile Ersatzstromaggregate vorgehalten, so die Stadtwerke Trier.