Sven Teuber ist beurlaubter Studienrat und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in Mainz. Der in Nordhorn in Niedersachsen geborene Teuber hat in Trier Politikwissenschaft und Germanistik studiert.
Nach seinem Staatsexamen hat er sein Referendariat in einem Gymnasium in Kusel absolviert, lebt aber weiterhin in Trier.
Nachfolge von Stefanie Hubig Sven Teuber wird neuer Bildungsminister in RLP
Der SPD-Politiker Sven Teuber wird neuer Bildungsminister in Rheinland-Pfalz. Er wurde am Mittwochmittag in Mainz von Ministerpräsident Schweitzer vorgestellt.
Landtagsabgeordneter und Partei-Vizechef
Der 42 Jahre alte Teuber gehört seit 2016 dem Landtag an. Der Vater zweier Kinder ist auch stellvertretender SPD-Landesvorsitzender und Mitglied in der Bildungsgewerkschaft GEW.
Der SPD gehört Teuber seit mehr als 20 Jahren an. Seit vielen Jahren engagiert er sich in der Trierer Kommunalpolitik. Er ist Mitglied des Stadtrates und Vorsitzender der Trierer SPD.
Malu Dreyer hatte nach den Landtagswahlen 2016 und 2021 ihre errungenen Direktmandate an Teuber abgegeben. Als Sabine Bätzing-Lichtenthäler im September 2024 zur Parteichefin gewählt wurde, rückte er auf ihren Posten als Parteivize nach - mit 90 Prozent der Stimmen.
Kritiker der AfD
Heute gehört Sven Teuber zu den auffälligsten Rednern und Zwischenrufern seiner Fraktion im Landtag. Vor allem in Debatten zur Bildungspolitik, aber auch zur Gesundheit oder sozialen Themen ergreift der stellvertretende SPD-Landeschef oft das Wort.
Der 42-Jährige kritisiert immer wieder die AfD-Fraktion und unterstützt auf seiner Webseite ein Verbotsverfahren der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Partei. Soziales, Mieterschutz, Gleichstellung und Tourismus nennt er selbst als weitere Themenschwerpunkte seiner Politik.
Vielleser und Hobby-Koch
Auf seiner Webseite sind auch viele Buchtipps des Viellesers zu finden. Kochen und Backen nennt er ebenfalls als Hobbys. Er jogge gerne und sei viel mit Rad und Bahn unterwegs, vor allem in seinem Lieblingsurlaubsland Deutschland. Er bezeichnet sich selbst als Familien- und Hundemensch und als "Rote Socke".
Kritik an Bundestagsabgeordneten bei der Kanzler-Wahl
Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Mehrheit erhalten hatte, kritisierte Teuber: "Friedrich Merz ärgern zu wollen, einen Denkzettel zu verpassen, mag mancher toll finden. Ich empfinde das aber als schädlich und der Situation nicht angemessen", ist auf seiner Website zu lesen.
Persönliche Interessen gehörten nach demokratischen Prozessen und klaren Mehrheitsergebnissen hinter die des Landes gestellt.