„V 13” = „vendredi 13 novembre 2015“ steht als Code für die islamistischen Terroranschläge in Paris, unter anderem vor dem Stade de France, in Cafés und in dem Rock-Konzerthaus Bataclan. 130 Menschen starben, fast 700 wurden verletzt, davon 97 schwer.
„V 13” steht auch für das extra erbaute Sitzungszimmer im Justizpalast, für den Prozess, der im Juni 2022 zu Ende ging, mit 14 Angeklagten, 1.800 Zivilparteien, 350 Anwälten, einer 53 Meter hohen Akte. Emmanuel Carrère, Autor des Tatsachenromans „Yoga“, erzählt von dem Prozess auf gnadenlos literarische Weise.
Die 8-teilige Podcast-Serie
Neben der knapp 90-minütigen Sendefassung steht eine 8-teilige Podcast-Serie zum Anhören bereit.
„V 13“ hat als Stoff den Prozess um die Terroranschläge in Paris. Die Perspektive der “journalistischen“ Rekonstruktion des Prozesses, wenn auch subjektiv gespiegelt, verlangt eine größere Ausführlichkeit in der Ausbreitung des Materials bei gleichzeitig geringerer Aufmerksamkeitsspanne des Publikums.
Das komplette gut 3-stündige Ausgangsmaterial wurde so in 8 Folgen aufgeteilt, um die Rezeption auf einzelne Aspekte zu richten, zu „triggern“. Die Regie folgt hier einer Ästhetik der Info-Spannungsdramaturgie, die über Musik und Geräusch den sofortigen, schnellen, emotionalen Einstieg in den Stoff der Serie ermöglicht.
Die Podcast-Serie „V13 – Die Terroranschläge in Paris“
Hörspiel nach dem gleichnamigen Tatsachenroman von Emmanuel Carrère
Aus dem Französischen von Claudia Hamm
Mit: Ulrich Matthes, Maren Eggert, Constanze Becker und Alexander Simon
Musik: zeitblom
Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
SWR 2023