Oper

„Der Chronoplan“ in Mainz: Opernuraufführung nach 93 Jahren

Anfang der 1930er Jahre schreibt die Komponistin Julia Kerr die Oper „Der Chronoplan“. Doch noch vor der geplanten Uraufführung, muss die Familie vor den Nazis fliehen.

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Von Autor/in Theresa Berwian

Die Emigrationsgeschichte der Familie Kerr hält Tochter Judith Kerr später in dem Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ fest. Auf der Flucht soll Julia Kerr ihre Opernpartitur immer bei sich getragen haben, während die Familie fast ihr gesamtes Hab und Gut in Berlin zurücklassen musste. Teile der Oper gingen später verloren und wurden jetzt rekonstruiert.

In „Der Chronoplan“ erfindet kein geringerer als Albert Einstein eine Zeitmaschine und stellt sie berühmten Zeitgenossen wie Richard Strauss und Gerhart Hauptmann vor. Auch wenn die sich zwar nicht trauen, Einstein auf seiner Zeitreise zu begleiten, so findet er doch Mitreisende, die mit ihm schließlich im England des 19. Jahrhunderts landen.

Mit über 90 Jahren Verspätung bringt das Staatstheater Mainz jetzt die szenische Uraufführung dieser grotesk-komischen Oper auf die Bühne.

Mainz

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