Mit „The Memory of Justice“ (1975), zeigt das Festival das monumentale Schlüsselwerk von Marcel Ophüls. Der Film über die Nürnberger Prozesse thematisiere, so Ophüls’ Enkel Andréas-Benjamin Seyfert bei SWR Kultur, die Verbindung von individueller und kollektiver Verantwortung. Ein Film mit Humor, Schrecken und Hoffnung.
Der Film thematisiere die Nürnberger Prozessen und darüber hinaus auch „die Beziehung zwischen individueller und kollektiver Verantwortung“, so Andréas-Benjamin Seyfert in SWR Kultur am Morgen. In Bezug auf die Geschichte habe Marcel Ophüls sich gesehen „[…] als persönlich impliziert, genau wie jeder Deutsche und vor allen Dingen als ein Sohn eines jüdischen Filmemachers, der mit einer deutschen Frau verheiratet war.“
Seyfert zeigt sich beeindruckt vom Film seines Großvaters, dieser mache etwas mit dem Publikum, so Seyfert: Der Film „hat Humor, er bringt einen zum Weinen durch das unheimlich Schreckliche was er auch darstellt.“ Gleichzeitig vermittle der Film, dass man um die Demokratie und ihre Werte kämpfen müsse: „Der Film ist ein Film der Hoffnung, und ich glaube in unserer Zeit ist es sehr leicht, dass man eben diese Hoffnung verliert.“
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