Wie verbreitet sich Antisemitismus auf YouTube?
Ein neues Forschungsprojekt an der Universität Trier widmet sich der Frage, wie Antisemitismus auf der Videoplattform YouTube kommuniziert und verbreitet wird. Denn während TikTok, Instagram & Co. schon ausgiebig Gegenstand der Antisemitismus-Forschung sind, wurde YouTube bislang nur wenig betrachtet.
Politikwissenschaftler Marc Seul betont im Gespräch mit SWR Kultur die Relevanz der Plattform: „YouTube ist bisher sehr wenig betrachtet worden.“ Dabei habe sie eine enorme Reichweite und Bedeutung für politische Bildung.
Ausstellung im Haus der Geschichte in Stuttgart „Fragt uns doch mal": Jüdischer Blick auf den Antisemitismus
Zeitgemäße Aufklärung über Antisemitismus - das möchte das Stuttgarter Haus der Geschichte erreichen. Zum Projekt „Anti-Anti 2.0“ gehört auch die Revision der Dauerausstellung.
Ziel: Auch kodierten Antisemitismus sichtbar machen
Das interdisziplinäre Team entwickele Methoden, um sowohl große Datenmengen automatisiert auszuwerten als auch einzelne Videos detailliert zu analysieren, so Seul. Ziel sei es, verschiedene Erscheinungsformen von Antisemitismus – von rechten, linken und islamistischen bis hin zu subtil kodierten Inhalten – sichtbar zu machen und besser zu verstehen.
Dabei gehe es auch um konkrete Wirkung, wie Seul unterstreicht: „Es geht darum, dieses Wissen an Lehrerinnen und Lehrer weiterzugeben“, um im Umgang mit problematischen Inhalten aufzuklären und Prävention zu stärken.
Antisemitismus in Deutschland
Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus Mut machen gegen Judenhass im Stuttgarter Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg lässt seine Dauerausstellung von Akteuren der jüdischen Community neu kommentieren. Elf Stationen erklären Antisemitismus – und Strategien dagegen.
Buchkritik Hannah Brinkmann, Nathalie Frank, Michael Jordan (Hg.) – Wie geht es dir?
Einstehen gegen Antisemitismus und Rassismus – das Comicprojekt „Wie geht es Dir?“
Rezension von Silke Arning
Buch „Sechs Millionen – wer bietet mehr? Judenhass an deutschen Schulen“ Rapper Ben Salomo kämpft gegen Antisemitismus an deutschen Schulen
Ben Salomo kämpft gegen den wachsenden Antisemitismus: mit Initiativen, die Schüler aufklären sollen. Davon erzählt er im Buch „Sechs Millionen – wer bietet mehr?"
Diskussion Jüdisches Leben erzählen – Neue Bücher gegen alte Vorurteile
Das Massaker der HAMAS am 7. Oktober 2023 war nicht nur eine politische Zäsur. Die Folgen des Terrorangriffs lassen sich auch in der literarischen Welt erkennen. Israelkritik und Antisemitismus haben sich zu einem sprachlichen Code entwickelt, der Gleichgesinnte verbindet und im Kulturbetrieb zunehmend akzeptiert wird. Dementsprechend zahlreich sind die Neuerscheinungen, die sich mit jüdischem Leben befassen. Carsten Otte diskutiert mit Jessica Beer – Lektorin, Marko Martin – Schriftsteller, Dana von Suffrin - Schriftstellerin
Neue RIAS-Zahlen zu antisemitischen Vorfällen „Eine große Enthemmung“: Heike Kleffner über den gefährlichen Anstieg antisemitischer Gewalt
Die Journalistin Heike Kleffner warnt vor wachsendem Antisemitismus in Deutschland. Laut RIAS-Zahlen werden Übergriffe häufiger und zunehmend offener verübt.
Diskussion Schutz für Juden – Was bringt eine Antisemitismus-Resolution?
Hass-Parolen im Internet, gewalttätige Übergriffe auf offener Straße, zuletzt der versuchte Anschlag auf das israelische Generalkonsulat in München: seit dem Massaker der Hamas am 07. Oktober ist die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland drastisch gestiegen. Als politische Antwort auf das zunehmend judenfeindliche Klima planen SPD, Union, Grüne und FDP eine gemeinsame Resolution: „Jüdisches Leben in Deutschland schützen, bewahren und stärken“. Doch was als Zeichen der Solidarität gedacht ist, führt zu massivem Widerstand: im Kulturbetrieb, unter Juristen, bei jüdischen Intellektuellen. Warum ist diese Resolution so umstritten? Und worauf kommt es beim Kampf gegen Judenhass an? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Julia Bernstein - Soziologin, Frankfurt University of Applied Sciences, Jerzy Montag - Rechtsanwalt und Richter am Bayerischen Verfassungsgerichtshof, Sonja Zekri - Kulturkorrespondentin der Süddeutschen Zeitung, Berlin