Grundlage war das deutsch-italienische Anwerbeabkommen von 1955, das erste seiner Art und ein Meilenstein auf dem Weg Deutschlands zum Einwanderungsland. Zum 70. Jahrestag erinnert die Migrationsforscherin Edith Pichler von der Universität Potsdam daran, dass die Anfänge von Vorurteilen und Ausgrenzung geprägt waren.
„Die Leute, die am Anfang gekommen sind, waren mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert“, sagt Pichler im Gespräch mit SWR Kultur. Heute leben rund eine halbe Million Menschen mit italienischen Wurzeln in Deutschland, viele der zweiten und dritten Generation verstehen sich selbstverständlich ebenso als Deutsch-Italiener wie auch als Europäer.