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70 Jahre Anwerbeabkommen: Wie italienische Arbeitsmigration Deutschland prägte

Hunderttausende Menschen aus Italien kamen seit Mitte der 1950er-Jahre nach Deutschland, arbeiteten in Fabriken, auf Baustellen und trugen entscheidend zum Wiederaufbau und zum Wirtschaftswunder bei. Sie erlebten Stigmatisierung und Diskriminierung, sagt eine Migrationsforscherin.

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Grundlage war das deutsch-italienische Anwerbeabkommen von 1955, das erste seiner Art und ein Meilenstein auf dem Weg Deutschlands zum Einwanderungsland. Zum 70. Jahrestag erinnert die Migrationsforscherin Edith Pichler von der Universität Potsdam daran, dass die Anfänge von Vorurteilen und Ausgrenzung geprägt waren.

„Die Leute, die am Anfang gekommen sind, waren mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert“, sagt Pichler im Gespräch mit SWR Kultur. Heute leben rund eine halbe Million Menschen mit italienischen Wurzeln in Deutschland, viele der zweiten und dritten Generation verstehen sich selbstverständlich ebenso als Deutsch-Italiener wie auch als Europäer.

Die BRD wird Einwanderungsland Anfangs wie im Gefängnis: 70 Jahre Anwerbeabkommen mit Italien

Am 20.12.1955 wurde das erste deutsch-italienische Anwerbeabkommen unterzeichnet.Seitdem kamen Millionen italienische Arbeitskräfte in die BRD. Viele fühlten sich erst unerwünscht.

SWR Kultur am Morgen SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Martin Gramlich
Martin Gramlich, SWR Kultur Moderator
Interview mit
Edith Pichler