Crowdsourcing-Initiative #everynamecounts

Arolsen Archives wollen zehntausende Postkarten ukrainischer NS-Zwangsarbeiter digitalisieren

Die Nationalsozialisten deportierten ukrainischen NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion nach Nazi-Deutschland. Zweimal pro Woche durften sie eine Postkarte an ihre Familien schicken. 13.000 Stück will das Arolsen Archive nun digitalisieren.

Teilen

Stand

Emotionale Eindrücke

Weil die Postkarten zensiert wurden und den Absendern Strafen drohten, schreiben sie sehr verschleiert über ihre Situation, sagt Archivarin Hanna Lehun in SWR Kultur: „Sie schreiben über ihre Gefühle, dass sie sich nach Hause sehnen. Sie fragen, ob man sich zu Hause an sie erinnert.“ Das seien einzigartige Dokumente, weil solche persönlichen Texte eher aus der Nachkriegszeit bekannt seien.

Diese Postkarten sollen jetzt im Rahmen der Crowdsourcing-Initiative #everynamecounts digitalisiert werden. Die Arolsen Archives rufen dafür zum Mitmachen auf. Sie sind das weltweit größte Archiv zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus.

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Doris Maull
Doris Maull
Interview mit
Hanna Lehun