Björn Staschen, Journalist und Medienwissenschaftler, erklärt die Idee: „Entspannte Rebellion, Spaß haben und gemeinsam sehen, dass es gute Alternativen gibt, beispielsweise zu Google oder X von Elon Musk. Online haben Menschen Wechselrezepte gefunden und die sind auch heute noch abrufbar.“
Wechsel zu digitalen Alternativen: Hauptsache einfach
Die WhatsApp-Gruppe für die Kitagruppe oder die Schulklasse, die eigenen Urlaubsfotos entspannt in der Cloud – Wer einmal Produkte zumeist amerikanischer Tech-Konzerne nutzt, bleibt häufig aus Gewohnheit dabei. Der Initiative ging es daher besonders darum, einen möglichst problemlosen und einfachen Wechsel anzubieten.
„Wir haben nicht besonders komplizierte Dienste ausgewählt, sondern wir haben uns angeschaut, ob die Angebote, die wir machen, die Vorschläge, die wir machen, wenigen Monopolisten in die Hände spielen oder ob sie beispielsweise aus Europa kommen, und zum Beispiel von kleineren Unternehmen betrieben werden“, erklärt Björn Staschen.
Entspannte Rebellion und digitale Unabhängigkeitserklärung
Abseits der privaten Nutzung blickt die Initiative auch auf politische Auswirkungen. Wie gefährlich digitale Abhängigkeit bei Softwareangeboten sein könne, zeige ein Vorfall beim internationalen Gerichtshof, sagt Björn Staschen. Die US-Regierung habe dort bewirkt, dass beim Chefankläger mit einem Klick der Microsoft-E-Mail-Account gesperrt wurde.
„Ein Klick reicht, damit wir unsere E-Mails nicht mehr empfangen können“, so Staschen. „Wie groß die Gefahr beispielsweise für Medienunternehmen ist, deren gesamte IT-Infrastruktur auf Microsoft basiert, das mag man sich gar nicht ausmalen. Wenn wir unabhängig bleiben wollen, brauchen wir auch unabhängige Gestern war der erste digitale Unabhängigkeitstag.“
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