So steht es 2026 um die Kultur

Olaf Zimmermann: Freie Kulturszene steht unter Druck – trotz mehr Geld

Kulturpolitik sollte nicht darauf beschränkt sein, mehr Geld auszugeben, sagt Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat). Es sei gut, dass der Bund mehr Geld bereitstelle, doch davon profitierten vor allem große Einrichtungen.

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Stand

Freie Szene steht unter Druck

Die größte Bedrohung für die Kultur sei eine andere. Mit Blick auf das Jahr 2026 warnt Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat davor, Kulturpolitik allein auf steigende Etats zu reduzieren. Zwar sei es „erstmal gut, dass der Bund sein Etat nicht nur halten, sondern sogar leicht erhöhen kann“, doch davon profitierten vor allem große Kulturinstitutionen.

Problematisch sei, dass die freie Szene unter Druck gerate, weil Verantwortung zwischen Bund, Ländern und Kommunen verschoben werde – „man verschiebt nur von einer leeren Tasche zur anderen leeren Tasche“.

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Besonders kritisch sieht Zimmermann das Aus des Kulturpasses für Jugendliche, da damit ein wichtiges Instrument kultureller Teilhabe verloren gehe: „Leider hat dieses Experiment viel zu kurz gedauert, sodass man überhaupt nicht feststellen konnte: Ist es erfolgreich? Ist es nicht erfolgreich? Die Franzosen machen uns vor, dass man das erfolgreich machen kann. Wir haben zu früh damit aufgehört.“

Die größte Herausforderung für die Kulturpolitik 2026 liege jedoch jenseits der Finanzierung, denn „die allergrößte, das ist für uns der Wandel, den wir durch die künstliche Intelligenz erleben“.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Frauke Oppenberg
Frauke Oppenberg, Team SWR Kultur
Interview mit
Olaf Zimmermann