Lokal- und Regionalzeitungen kämpfen immer mehr ums Überleben. Das Anzeigengeschäft ist eingebrochen und die Mediennutzung vor allem von jungen Menschen hat sich verändert. Dabei könnte Lokaljournalismus eine Lösung für die zunehmende Nachrichtenmüdigkeit sein.
Denn das Vertrauen in Informationen von vor Ort sei groß, sagt Journalismus-Professor Tanjev Schultz von der Universität Mainz. Aber das Interesse an Nachrichten aus der eigenen Stadt führe nicht automatisch dazu, dass Leser auch Geld für Journalismus ausgäben.
Deshalb, so Schultz, müssten die Zeitungen sich umorientieren: Weniger Themen, dafür tiefer recherchiert und von echter Relevanz. Dann könnte Lokaljournalismus auch heute funktionieren.
Anspruch und Gefährdung des Journalismus
Katrin Eigendorfs „Erzählen was ist“ Über guten Journalismus in schwierigen Zeiten
In ihrem Buch „Erzählen was ist“ beschreibt Katja Eigendorf sehr fesselnd, wie ihre Arbeit in Kampfgebieten aussieht oder wie sie an ihre Informationen kommt.
10 Jahre ARD radiofeature Der Wahrheit verpflichtet. Über den Machtverlust des Journalismus
Viele Journalisten sind mit wachsenden Zweifeln und offenem Hass konfrontiert. Das ARD radiofeature beleuchtet die Erosion medialer Wahrheit in Zeiten grassierender Empörung, viral verbreiteter Verschwörungstheorien und massenhafter Fälschung. Eine der Gespächspartnerinnen ist die philippinische Journalistin und Friedensnobelpreisträgerin 2021 Maria Ressa.
Ausgezeichnet mit dem Alternativen Medienpreis 2020.