Herausforderungen durch KI und Fake News
50 Millionen Lexikonenträge in mehr als 300 Sprachen, verfasst von rund 500.000 Freiwilligen: Die Wikipedia gilt als das größte ehrenamtliche Projekt unserer Zeit. 2026 feiert es 25. Geburtstag und sieht sich mehr denn je Herausforderungen wie KI-Bots und Fake News ausgesetzt.
Leonhard Dobusch forscht und lehrt an der Universität Innsbruck unter anderem zu Offenheit als Organisationsprinzip und dem Management digitaler Gemeinschaften. Für ihn bildet die Wikipedia „eine Insel des vertrauenswürdigen Wissens in einem Ozean aus fragwürdigen Quellen“.
Angriffe durch Rechtsextreme
Das gelte auch für Künstliche Intelligenz, die ebenfalls auf Wikipedia-Informationen rückgreife. Auch gegen Manipulationsversuche innerhalb der Wikipedia, etwa durch Rechtsextreme, sei die Plattform gewappnet: „Die Gegenstrategie - das Gegengift wenn man so will - der Wikipedia, war immer schon radikale Transparenz.“
Sorgen hätte die Plattform, wie andere Ehrenamtsorganisationen, im Bereich Nachwuchs. Das sei ähnlich wie bei der freiwilligen Feuerwehr oder dem Roten Kreuz: „Die müssen auch immer wieder schauen, dass sie Nachwuchs bekommen und dass hier Freiwillige mithelfen und mitarbeiten.“
Verbesserungsbedarf herrsche außerdem in Sachen Geschlechterverteilung. Der Anteil an Männern liegt weiterhin höher: „Das ist auch schon länger ein Thema, da versucht man auch gegenzusteuern, aber das gelingt nicht so wirklich.“
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