Bauten mit schwebender Anmutung
„Es gab praktisch keine Stadt, die nicht versucht hat, eine Calatrava-Brücke zu bekommen“, sagt Nikolaus Bernau im Gespräch bei SWR Kultur am Morgen. Die besondere Leistung des Architekten bestehe darin, seinen Bauten eine schwebende Anmutung zu verleihen. „Man hat das Gefühl, dass sie keine Lasten abzutragen haben“, so Bernau.
Neues Selbstbewusstsein für Malmö durch Calatrava-Bau
Am Beispiel des „Turning Torso“, eines 190 Meter hohen Wohnturms im schwedischen Malmö, erklärt Nikolaus Bernau die Signalwirkung von Calatravas Bauten.
„Malmö ist flach und man hat eigentlich genügend Platz. Trotzdem wollte man einen Turm. Er ist wichtig, weil er Malmö nun in Konkurrenz mit Göteborg und Stockholm setzt.“ Dieses Gebäude, das alles andere als praktisch sei, habe der Stadt ein neues Selbstbewusstsein gegeben.
Santiago Calatrava wurde am 28. Juli 1951 im spanischen Valencia geboren. Er studierte Architektur an der ETH Zürich. Auch in Deutschland stehen Bauwerke Calatravas, etwa die 1996 eingeweihte Kronprinzenbrücke in Berlin.
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