Architektur der Erinnerungen und Brüche
Libeskinds markante Formensprache mit „Zacken und Stacheln“ sei nie bloße Ästhetik, so Bernau, sondern Ausdruck eines intellektuellen Konzepts über Erinnerung und Brüche in der Geschichte. Zugleich warnt er davor, Werk und Biografie zu eng miteinander zu verknüpfen, auch wenn Libeskinds Erfahrungen als Kind jüdischer Holocaust-Überlebender sein Denken geprägt hätten.
Um die Haltung des Architekten zu verdeutlichen, sagt Bernau: „ Wir gucken nicht einfach gerade aus. Wir gucken nicht im rechten Winkel, sondern unser Leben, unsere Geschichte insgesamt wird von Brüchen geprägt. Das ist die Haltung, die man dabei sehen sollte."
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