Naturkundemuseen als Wissenspeicher

Versammelt! Große Sonderausstellung zur Sammlungsarbeit im Naturkundemuseum Karlsruhe

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Von Autor/in Marie-Dominique Wetzel

Naturkundemuseen sind nicht nur Ausstellungshäuser, sondern auch Wissensspeicher. Gerade in Zeiten von Klimawandel und Biodiversitäts-Krise nehmen die Naturkundemuseen eine bedeutende Rolle ein. Grundlage dafür sind oft die umfassenden Sammlungen der Häuser. Doch diese Sammlungsarbeit wird normalerweise in Ausstellungen für das Publikum kaum sichtbar.

Das Staatliche Museum für Naturkunde in Karlsruhe beschäftigt sich jetzt in einer Sonderausstellung damit, was in einem Naturkundemuseum eigentlich gesammelt wird.

Ausstellungsansicht
Tristan, der imposante See-Elefant thront mitten im großen Ausstellungssaal. In den 60er-Jahren war er einer der Publikumslieblinge der Stuttgarter Wilhelma. Als er 1970 starb, wurde er im Naturkundemuseum Karlsruhe präpariert. Bild in Detailansicht öffnen
Männliche Japanischen Riesenkrabbe
Eine Japanische Riesenkrabbe (Macrocheira kaempferi). Sie wird schon seit 1904 im Haus aufbewahrt. Ihre filigranen Beine messen ausgestreckt fast drei Meter und sind noch vollständig intakt. Bild in Detailansicht öffnen
Steinschränkchen aus dem Besitz der Markgräfin Karoline Luise von Baden, 1760er Jahre
Aus der Gründungszeit des Naturkundemuseums Karlsruhe Mitte des 18. Jahrhunderts zeigt die Ausstellung ein hübsches Steinschränkchen der Markgräfin Karoline Luise von Baden, in dessen zahlreichen Schubladen sich einheimische Gesteinsproben befinden. Bild in Detailansicht öffnen
„Einhorn“: Stoßzahnfragment eines Wollhaarmammuts
Karoline Luises „Naturalienkabinett“ hatte bereits den Anspruch einer wissenschaftlichen Sammlung und war nicht nur – wie damals sonst üblich – eine „Wunderkammer“. Dennoch befinden sich in ihrer Sammlung auch Kuriositäten wie das Fragment eines Mammutstoßzahns, das damals für das Horn eines Einhorns ausgegeben wurde. Bild in Detailansicht öffnen
Königin-Alexandra-Vogelflügler
Wenn man all die großen Vogel-Sammlungen und Insekten-Kästen mit aufgespießten Schmetterlingen und Käfern betrachtet, wird schnell klar, dass heute anders gesammelt wird. Im Bild: Königin-Alexandra-Vogelflügler, Ornithoptera alexandrae. Bild in Detailansicht öffnen
Alkoholsammlung: Verschiedene Glasbehälter mit Objekten
Heute wird viel genauer darauf geachtet, warum man was und wo zu welchem Zweck sammelt. Doch auch die riesigen Alt-Bestände mit mehreren Millionen Sammlungsobjekten werden weiterhin zu Forschungszwecken herangezogen. Im Bild: Verschiedene Glasbehälter mit Objekten. Bild in Detailansicht öffnen
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