Die Fotografin Kristin Schnell porträtiert domestizierte Vögel, die in ihrer 400 m² großen Voliere leben. Es sind beschlagnahmte und misshandelte Vögel, die ihr Veterinärämter oder Tierschutzorganisationen bringen. Für die Fotografien baut sie in der Voliere Kulissen auf, die aus einfachen knallig bunten geometrischen Formen bestehen und wie künstliche Welten aussehen.
Auf den ersten Blick zeigen die farbenfrohen Inszenierungen vor allem die Schönheit der einzelnen Vögel. Doch die künstlich anmutende Szenerie verweist auch darauf, dass Vogelkäfige für die Tiere im Grunde auch künstliche Welten sind. Die Fotoarbeiten führen einem letztlich das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Tier vor Augen.
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