Sechs Liebesromane, einige Fragmente und eine Sammlung von Briefen – mehr hat Jane Austen literarisch nicht hinterlassen. Geboren am 16. Dezember 1775, starb die britische Schriftstellerin mit nur 41 Jahren. Dennoch gehört sie bis heute zu den populärsten Autorinnen der Weltliteratur.
Zum 250. Geburtstag ist Jane Austen präsenter denn je: Ihre Romane erscheinen als aufwendig gestaltete Schmuckausgaben, Netflix arbeitet an einer neuen Serienverfilmung von Stolz und Vorurteil, und auf TikTok wird Austen von jungen Leserinnen als Vorläuferin der Young-Adult-Literatur gefeiert.
Zum 250. Geburtstag Jane Austen: Warum ihre Romane im Kino und in Serien weiterleben
Jane Austen wird 250 und ist aktueller denn je. Filme und Serien zeigen, warum ihre Heldinnen, Liebeskonzepte und Gesellschaftskritik bis heute faszinieren.
Ihre anhaltende Aktualität erklärt Marion Gymnich, Anglistin an der Universität Bonn, mit Austens ungewöhnlicher Art, Liebesbeziehungen zu erzählen. Sie habe Partnerschaften dargestellt, „die auf Augenhöhe funktionieren, die auf gegenseitigem Respekt basieren und ein Kennenlernen voraussetzen – was zur damaligen Zeit nicht unbedingt üblich war“.
Besonders Austens Frauenfiguren bieten laut Gymnich bis heute ein hohes Identifikationspotenzial, vor allem für junge Leserinnen. Es seien „sehr selbstbewusste junge Frauen, die es in ihrer Umgebung oft nicht leicht haben, auf die viel Druck ausgeübt wird – und die trotzdem ihren eigenen Weg gehen“.
Genau diese Mischung aus gesellschaftlicher Analyse und persönlicher Selbstbehauptung macht Jane Austens Werk auch 250 Jahre nach ihrer Geburt erstaunlich gegenwärtig.
Jane Austen
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Jane Austen wird 250 und ist aktueller denn je. Filme und Serien zeigen, warum ihre Heldinnen, Liebeskonzepte und Gesellschaftskritik bis heute faszinieren.