Carsten Gansel stammt aus Güstrow und lehrte zuletzt fast dreißig Jahre lang an der Universität Gießen.
Im Gespräch mit SWR Kultur berichtet Gansel von Büchervernichtung durch große Institutionen, aber auch von Bücherrettung durch den Pfarrer Martin Weskott und den Schauspieler und Regisseur Peter Sodann.
Große Utopien und politische Enttäuschungen
Die beiden haben Literatur gerettet, die von großen Utopien, aber auch politischen Enttäuschungen erzählte und die wir heute noch einmal neu lesen sollten.
Schon als junger Mann pilgerte Carsten Gansel zur Leipziger Buchmesse, die zu DDR-Zeiten noch mitten in der Stadt lag. Doch auch den heutigen Messetrubel mag er sehr.
Mehr Literatur aus der DDR
Neuer Roman von Lukas Rietzschel Wer „Sanditz“ liest, bekommt Ostdeutschland nicht erklärt, aber sehr genau erzählt
Von der DDR über die Wende bis zur Corona-Zeit: In „Sanditz“ zeichnet Lukas Rietzschel das Panorama einer ostdeutschen Familie – und einer Gesellschaft im Wandel.
Aus einem deutsch-deutschen Schriftstellerleben Hans Joachim Schädlichs Erinnerungsbuch „Bruchstücke“
Bevor Hans Joachim Schädlich die DDR verließ, hielt ihm der berühmte Stefan Heym vor: „Was wollen Sie im Westen. Sie kennen sich nicht aus.“ Dies und vieles mehr erfährt man aus seinem Erinnerungsbuch „Bruchstücke“.
Platz 8 (25 Punkte) Helga Schubert: Luft zum Leben
Im Januar ist Helga Schubert 85 Jahre alt geworden. 1975 hat sie ihre ersten Texte veröffentlicht; zumeist Erzählungen, die den Alltag von Frauen in der DDR thematisierten. Nun hat sie 38 Texte zusammengestellt, entstanden in den Jahren 1960 bis 2025.