Der Verbrecher Verlag feiert 30. Geburtstag

Der Verlagskaktus als Symbol für Überlebenswillen

Im Jahr 1995 wurde das erste Buch im Berliner Verbrecher Verlag veröffentlicht. In diesem Jahr kann Verleger Jörg Sundermeier den 30. Geburtstag der Verbrecherei feiern – trotz einer tiefen Branchenkrise.

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Im Jahr 1995 taten sich zwei junge Literaturbesessene zusammen, um auf möglichst einfache Weise unveröffentlichte Manuskripte lesen zu können. Aus diesem nicht ganz astreinen Nerd-Projekt wurde ein widerständiger Independent-Verlag: der Verbrecher Verlag.

Jörg Sundermeier
Jörg Sundermeier

Chaotische Anfänge

Der Verlagsgründer und Verleger Jörg Sundermeier erzählt im Gespräch von chaotischen Anfängen; davon, wie er lernen musste, eine Steuererklärung auszufüllen und von Herzensprojekten, die den Enthusiasmus für die Literatur am Leben halten.

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Independent-Verlage unter Druck

Sorgen bereitet Sundermeier die Entwicklung auf dem Buchmarkt: Die Lage für kleine, unabhängige Verlage, so Sundermeier, werde zunehmend kompliziert – Verkaufszahlen sinken, Kosten steigen.

Als Symbol für das Durchhaltevermögen des Verbrecher Verlags betrachtet Sundermeier den Verlagskaktus – auch er hat bis heute allen äußeren Anfechtungen getrotzt.

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Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Christoph Schröder
Gespräch mit
Jörg Sundermeier