Im Jahr 1995 taten sich zwei junge Literaturbesessene zusammen, um auf möglichst einfache Weise unveröffentlichte Manuskripte lesen zu können. Aus diesem nicht ganz astreinen Nerd-Projekt wurde ein widerständiger Independent-Verlag: der Verbrecher Verlag.
Chaotische Anfänge
Der Verlagsgründer und Verleger Jörg Sundermeier erzählt im Gespräch von chaotischen Anfängen; davon, wie er lernen musste, eine Steuererklärung auszufüllen und von Herzensprojekten, die den Enthusiasmus für die Literatur am Leben halten.
Von Verbrechern, Katzen und Krokodilen Mit neuen Büchern von Abdulrazak Gurnah, Jina Khayyer, Leif Randt und Allan N. Derain
Tansania, Iran, Philippinen: Neue Romane aus aller Welt, der neue Roman eines Literaturnobelpreisträgers und ein Verlagsgeburtstag.
Independent-Verlage unter Druck
Sorgen bereitet Sundermeier die Entwicklung auf dem Buchmarkt: Die Lage für kleine, unabhängige Verlage, so Sundermeier, werde zunehmend kompliziert – Verkaufszahlen sinken, Kosten steigen.
Als Symbol für das Durchhaltevermögen des Verbrecher Verlags betrachtet Sundermeier den Verlagskaktus – auch er hat bis heute allen äußeren Anfechtungen getrotzt.
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In ihrem dritten Roman „Die Assistentin“ schlägt Caroline Wahl einen neuen Ton an. Ihre Hauptfigur Charlotte erlebt Machtmissbrauch in einem renommierten Verlag. Erfahrungen, die auch Caroline Wahl nicht fremd sind.