Die Zeiten wirken düster, aber gerade jetzt hat Hoffnung Hochkonjunktur – so sieht es der Medizinethiker Giovanni Maio. „Der hoffende Mensch ist davon überzeugt, dass die Zukunft offen ist“, sagt er im Gespräch mit SWR Kultur.
Das gelte insbesondere in der Medizin. Die müsse viel mehr tun als Prognosen zu stellen und Medikamente zu verschreiben. Die Medizin müsse vielmehr den ganzen Menschen im Blick behalten und sich auch bei einer ernsten medizinischen Diagnose um diesen Menschen kümmern, indem er ihn „auch durch widrige Zeiten so begleitet, dass der Mensch sich ein Stück weit aufgehoben fühlt und dadurch neue Hoffnung schöpfen kann.“
„Die Medizin muss die prosozialen Grundhaltungen fördern, die wir alle haben“, so Maio.
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