Eine Kleinstadt im Lausitzer Braunkohlerevier. Eine Familie und deren wendungsreiche Biografien quer durch die Jahrzehnte. Lukas Rietzschel zeichnet Menschen und Landschaften mit großem Feingefühl und Respekt.
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Neuer Roman von Lukas Rietzschel Wer „Sanditz“ liest, bekommt Ostdeutschland nicht erklärt, aber sehr genau erzählt
Von der DDR über die Wende bis zur Corona-Zeit: In „Sanditz“ zeichnet Lukas Rietzschel das Panorama einer ostdeutschen Familie – und einer Gesellschaft im Wandel.
Gespräch Lukas Rietzschel: „Polarisiert sind immer nur die anderen“
Sanditz heißt das neue Gesellschaftslabor von Lukas Rietzschel – ein Ort im Osten. Immer noch eine Nachwendegesellschaft, wie schon in seinem Roman „Raumfahrer“ und im Theaterstück „Widerstand“: wo Offiziere, Frührentner, Orgelbauer, ehemalige Bürgerrechtler, selbsternannte Widerständler, Lokaljournalistinnen sowie die Familie Wenzel Alltag, Werte und Zugehörigkeit aushandeln. Warum schließen sich an Orten wie Sanditz so viele den Rechten an: deutschnational, xenophob und zunehmend demokratiefeindlich? Ein reines Ost-Thema ist das für den Autor Lukas Rietzschel nicht.