Schauerlich romantisch und unheimlich modern
Er ist einer der meistverfilmten Autoren: E.T.A. Hoffmann hat unendlich viele Spuren hinterlassen – von Fritz Lang bis Harry Potter. Vor 250 Jahren wurde er geboren. Der Literaturprofessor Wolfgang Bunzel nennt E.T.A. Hoffmann einen Grenzgänger zwischen Mensch und Maschine, Wirklichkeit und Wahnsinn.
Wie nah die Automatenfrau Olimpia aus „Der Sandmann“ an ChatGPT ist und ob E.T.A. Hoffmann heute KI nutzen würde, besprechen wir mit dem Romantik-Experten Wolfgang Bunzel.
„In der Vorstellungskraft des Menschen befindet sich ein eigener Kontinent"
Aufruhr um sexy Literaturverfilmung
Die neue „Wuthering Heights“-Verfilmung spaltet noch vor dem Erscheinen das Netz. Viel zu sexy, zu modern, zu glatt und falsch besetzt, sagen die einen zu den ersten Einblicken im Trailer. Endlich radikal, sagen die anderen.
„Ich hatte immer das Problem, dass es zu wenig Sex in Literatur gibt“
Warum reagieren Fans so emotional, wenn Klassiker verfilmt werden? Und was verrät der Trend zum „Sexy Classic“ über unsere Gegenwart? Wer diesen Roman zähmen will, hat ihn nicht verstanden, meint Nina Wolf, die sich auf die „Sturmhöhe“ der Kulturdebatte begeben hat.
Großes Chaos!
Jede Familie hat ihre Geheimnisse, aber was Amira Altman nach dem Tod ihres Großvaters erfährt, ist nicht ohne: In einem unscheinbaren Lagerraum hat er Kunstwerke im Wert von über 100 Millionen Euro gelagert.
Kunstwerke, die seinem Vater gehört haben und von denen die jüdische Familie Altman dachte, sie seien von den deutschen Nazis im Zweiten Weltkrieg gestohlen worden. Amira ist die Alleinerbin und steht vor einem Berg an Fragen und einer großen Verantwortung. Wie sie damit umgeht, davon erzählt die Autorin und Journalistin Mirna Funk in ihrem neuen Roman „Balagan“. Wir sprechen mit ihr.
Mirna Funk: „Es war unmöglich, diese Geschichte zu erzählen, ohne sie in der Realität zu verorten“
Zwischen Küchendampf und Geheimnissen
In „Mischka“ erinnert sich Barbara Honigmann an die Frau, die einst im Moskau der 1960er und 1970er Jahre den Mut zur Wahrheit nährte und der Autorin die Augen über die dunklen Seiten des Kommunismus öffnete. Ein Erinnerungsbuch von unheimlicher Aktualität.
Zwischen Küchendampf und Geheimnissen: „Mischka. Drei Porträts“ von Barbara Honigmann
Einsame Seelen zwischen Baumarkt-Regalen
Biografie und Baumarkt treffen in Denis Pfabes neuem Roman „Die Möglichkeit einer Ordnung“ aufeinander. Pfabes Buch spielt in einem Baumarkt und erzählt aus der Perspektive der Menschen, die in so einem gesichtslosen Riesen-Geschäft arbeiten.
Und Pfabe kennt diese Perspektive aus eigener Erfahrung, denn zehn Jahre lang arbeitete er neben dem Schreiben als Gabelstapelfahrer. Weil er musste, um Geld zu verdienen. Aber auch: Weil er wollte, denn wer Paletten stapeln, der ordnet auch die Balance zwischen Schreibtisch-Arbeit und Maloche. Findet Pfabe.
Entschuldigen Sie, wo steht der blaue Farblack? Denis Pfabes Roman „Die Möglichkeit einer Ordnung“
Reden wir über Heimat
Unter dem Titel „Ist das noch|schon mein Land?“ startet der PEN Berlin eine umfangreiche Gesprächsreihe in Baden-Württemberg. Dort treffen zwei Gäste aus unterschiedlichen Bereichen aufeinander. Wir sprechen mit dem Publizisten und PEN-Berlin Sprecher Deniz Yücel über die Reihe.
Reden wir über Heimat. PEN Berlin startet Gesprächsreihe in Baden-Württemberg