Valerie Eickhoff träumt am Anfang ihrer Karriere davon, was Angel Joy Blue seit 15 Jahren im Rampenlicht erlebt. Renata Scotto hat das alles bereits hinter sich und blickt auf ihre Karriere zurück.
Der Film soll den Kreislauf eines Sängerlebens zeigen
Die Entscheidung, diese drei Sängerinnen zu begleiten, hat sich für Juliane Sauter entwickelt. Ihre ursprüngliche Idee war, einen Film über den Druck in der klassischen Musik. Sie sei bei der Auswahl von passenden Musikern bei Sängern hängengeblieben, weil deren Instrument so unmittelbar mit einem selbst zu tun habe.
Beim Singen könne man sich nicht hinter dem eigenen Instrument verstecken. Da war für die Regisseurin schnell klar, dass sie nicht mehr nur exemplarisch mit einer Sängerin die Geschichte erzählen will, sondern den Kreislauf zu zeigen: Vom Leben einer Sängerin, die alle mehr oder weniger dasselbe durchmachen.
Drei Sängerinnen werden über fünf Jahre begleitet
Juliane Sauter hat viel Zeit damit verbracht, mit entsprechenden Stars in Kontakt zu kommen. Bei den drei Protagonistinnen ihres Filmes, Valerie Eickhoff, Angel Joy und Renata Scotto, habe es direkt Klick gemacht und geklappt.
Die drei Sängerinnen haben sich im echten Leben nie getroffen. Juliane Sauter habe während der Dreharbeiten aber transparent darüber aufgeklärt, dass sie einen Film über alle drei Frauen macht. Insgesamt fünf Jahre inklusive einem Jahr Pause wegen Corona wurden sie begleitet.
Die Kino-Doku „Prima Donna or Nothing“ ist eine eine SWR-Koproduktion und ist ab dem 07. August in ausgewählten Kinos zu sehen.
Diskussion Mythos Maria Callas – Was bleibt von der Jahrhundertsängerin?
Vielleicht ist sie die größte Sopranistin aller Zeiten, die bekannteste ist sie auf jeden Fall. Maria Callas ist gerade neu zu entdecken, der Regisseur Pablo Larrain bringt ihr Leben auf die Leinwand, „Maria“ kommt diese Woche (6.2.) ins Kino, in der Rolle der Callas: Angelina Jolie. Im Forum geht es deshalb um „La Divina“, die „Göttliche“, die Jahrhundertsängerin mit der unvergleichlichen Stimme. 1977 ist Maria Callas mit nur 53 Jahren gestorben, trotzdem ist sie bis heute die Operndiva schlechthin. Was macht sie so besonders? Was hatte sie, das andere nicht haben? Und warum fasziniert sie offenbar noch immer ein großes Publikum?Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Arnold Jacobshagen – Callas-Biograf und Musikhistoriker an der Musikhochschule Köln; Bernd Künzig – SWR2 Opernredakteur; Prof. Mareike Morr – Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Freiburg
Wo Ihr noch nie wart
Die Expedition in die Welt des Stuttgarter Dreispartenhauses beginnt mit einem intimen Blick hinter die Kulissen: Bühnenbildner-Legende Jürgen Rose zeigt Star-Kammertänzer Friedemann Vogel, wie ein Kostüm ihn gleichzeitig zwei Rollen tanzen lässt. Die Opernsänger*innen Esther Dierkes und Björn Bürger führen nur Sekunden bevor der Vorhang sich erhebt, ein letztes Mal über die Bühne. In den Werkstätten werden Pistolen und Tanzböden von Hand hergestellt. Die Primadonna Rocio Aleman darf während des Umbaus ausnahmsweise die „Nussknacker“-Bühne betreten. Im Probenzentrum laufen parallel die Vorbereitungen für „Walküre“ und „Cabaret“. Schauspieler Elias Krischke übt seinen „Zungentanz“. „Toi Toi Toi“ gewährt Einblicke in die intimsten Momente der Künstler*innen, von Björns Vorbereitung auf seinen ersten Auftritt in der Oper „Der Liebestrank“ bis hin zu Rocio Alemans erster Darbietung der Titelrolle in John Neumeiers „Kameliendame“ unter den kritischen Augen von Marcia Haydee.