In der bundesdeutschen Nachkriegszeit war der Geiger Saschko Gawriloff lange Jahrzehnte ein Musikbotschafter der Extraklasse. Er beherrschte nicht nur tadellos das Repertoire und war ein gefragter Solist, er wirkte auch bei unzähligen Uraufführungen mit. So widmete ihm zum Beispiel der Komponist György Ligeti im Jahr 1990 ein großes Violinkonzert, das heute als ein Klassiker der Moderne gilt. Gawriloff war ein unermüdlicher Musikmacher und seine Vita ist eng mit dem Kulturleben der jungen Bundesrepublik verknüpft. Der Autor Dietrich Pätzold hat den Hochbetagten ausführlich interviewt und legt nun im Dittrich Verlag die Neuerscheinung „Leben und Spielen - der Geiger Saschko Gawriloff und sein Jahrhundert“ vor. Georg Waßmuth hat die Biografie gelesen.