Album Tipp Jazz

Eine neue Ordnung der Teilchen: „Gravitations“ von Haggai Cohen-Milo lässt Jazz, Klassik und Rap miteinander reagieren

Sie ist ein physikalisches Prinzip, das bis heute große Faszination ausübt: Die Anziehung. Sie ist die Kraft, die dafür sorgt, dass Elemente zusammenkommen. Dabei entsteht eine neue Ordnung der ursprünglich getrennten Materien. Dass dieses Prinzip als Metapher auch auf die Musik anwendbar ist, zeigt der israelische Bassist, Komponist und Bandleader Haggai Cohen-Milo. Im Auftrag der Hamburger Symphoniker ist sein neues Projekt „Gravitations“ entstanden, das live in der Laeiszhalle Hamburg aufgenommen wurde und das getrennte Elemente wie Jazz, Klassik und Rap miteinander reagieren lässt - ganz im Sinne der Anziehung.

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Von Autor/in Fanny Opitz

Auf „Gravitations“ hat sich Haggai Cohen-Milo von Mahler, Verdi, Debussy und anderen klassischen Werken im Sinne der Schwerkraft inspirieren lassen. „Wir schweben nicht einfach in der Umlaufbahn der klassischen Stücke“, erklärt der israelische Jazzmusiker. „Wir nutzen die Schwerkraft, um an einen anderen Ort zu gelangen.“

Musikkritikerin Fanny Opitz zeigt sich begeistert von der Anziehungskraft des neuen Albums.

Verdi Transition (Live) aus dem Album „Gravitations“ von Haggai Cohen-Milo

Album Tipp Jazz Beseelt: Isaiah J. Thompson mit „The Book of Isaiah: - Modern Jazz Ministry”

Der junge Pianist Isaiah J. Thompson hat in einer Lebenskrise zum christlichen Glauben gefunden. Sein neues Album „The Book of Isaiah – Modern Jazz Ministry“ ist ein kraftvolles Dokument dieser Selbstfindung, meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.

SWR Kultur am Samstagnachmittag SWR Kultur

Album Tipp Jazz Fulminant: „Nina Feldgrill“ - die junge E-Bassistin in drei unterschiedlichen Formationen

In unserem Nachbarland Österreich vergibt der Radiosender Ö1 ein Jazzstipendium an junge Talente. Verbunden mit der finanziellen Förderung ist die Realisierung einer professionell betreuten Produktion. Preisträgerin ist aktuell die junge E-Bassistin Nina Feldgrill aus Wien, die diese Chance für ein fulminantes Album zu nutzen wusste. Sie ging nicht, wie üblich, mit einem Ensemble an den Start, sondern lässt gleich drei unterschiedliche Formationen antreten. „Das Instrument E-Bass fasziniert mich deshalb so, weil so viele unterschiedliche Funktionen gleichwertig darauf abgedeckt werden können“, sagt Nina Feldgrill. „Man kann Bass-Line spielen, aber genauso Harmonien, Melodien, Improvisationen - und das bietet natürlich unendliche, künstlerische Möglichkeiten.“ Die setzt Nina Feldgrill auf ihrem aktuellen Album als Interpretin und Komponistin ausgiebig um. Inspiriert von den drei stilistisch unterschiedlichen Ensembles setzt sie mitreißende Synergien frei - urteilt unser Jazzkritiker Georg Waßmuth.

SWR Kultur am Samstagnachmittag SWR Kultur

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Fanny Opitz
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