Auf „Gravitations“ hat sich Haggai Cohen-Milo von Mahler, Verdi, Debussy und anderen klassischen Werken im Sinne der Schwerkraft inspirieren lassen. „Wir schweben nicht einfach in der Umlaufbahn der klassischen Stücke“, erklärt der israelische Jazzmusiker. „Wir nutzen die Schwerkraft, um an einen anderen Ort zu gelangen.“
Musikkritikerin Fanny Opitz zeigt sich begeistert von der Anziehungskraft des neuen Albums.
Verdi Transition (Live) aus dem Album „Gravitations“ von Haggai Cohen-Milo
Album Tipp Jazz Tradition und Innovation - Tyreek McDoles gelungenes Debütalbum
Ein Zufall steht am Anfang dieser musikalischen Karriere. Tyreek McDole sprang für einen kranken Sänger ein und wurde so entdeckt. Mit seinem ersten Album „Open up your senses“ huldigt er zum einen der Tradition seines Musikgenres, zum anderen ist es ihm wichtig, neue Strömungen aufzugreifen und eigene zu kreieren. Zum Beispiel seine Eigenkomposition „Love is a Four-Letter-Word“ oder „Wongolo Wale“, ein Titel, der sich mit seiner haitianischen Herkunft beschäftigt. Selbstreflektion und soziales Bewusstsein zeichnen seine Texte aus und sind in Kombination mit der unverwechselbaren Stimme ein echtes Hörerlebnis, sagt SWR Musikredakteurin Marlene Küster.
Album Tipp Jazz Beseelt: Isaiah J. Thompson mit „The Book of Isaiah: - Modern Jazz Ministry”
Der junge Pianist Isaiah J. Thompson hat in einer Lebenskrise zum christlichen Glauben gefunden. Sein neues Album „The Book of Isaiah – Modern Jazz Ministry“ ist ein kraftvolles Dokument dieser Selbstfindung, meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.
Album Tipp Jazz Fulminant: „Nina Feldgrill“ - die junge E-Bassistin in drei unterschiedlichen Formationen
In unserem Nachbarland Österreich vergibt der Radiosender Ö1 ein Jazzstipendium an junge Talente. Verbunden mit der finanziellen Förderung ist die Realisierung einer professionell betreuten Produktion. Preisträgerin ist aktuell die junge E-Bassistin Nina Feldgrill aus Wien, die diese Chance für ein fulminantes Album zu nutzen wusste. Sie ging nicht, wie üblich, mit einem Ensemble an den Start, sondern lässt gleich drei unterschiedliche Formationen antreten. „Das Instrument E-Bass fasziniert mich deshalb so, weil so viele unterschiedliche Funktionen gleichwertig darauf abgedeckt werden können“, sagt Nina Feldgrill. „Man kann Bass-Line spielen, aber genauso Harmonien, Melodien, Improvisationen - und das bietet natürlich unendliche, künstlerische Möglichkeiten.“ Die setzt Nina Feldgrill auf ihrem aktuellen Album als Interpretin und Komponistin ausgiebig um. Inspiriert von den drei stilistisch unterschiedlichen Ensembles setzt sie mitreißende Synergien frei - urteilt unser Jazzkritiker Georg Waßmuth.