Seit einiger Zeit arbeitet Ali Boulo Santo Cissoko auch mit dem deutschen Jazz-Trompeter Volker Goetze zusammen, der sich mit großem Respekt Cissokos Tradition nähert.
„SARGAL" heißt ihr neues Album, auf dem Welten miteinander verschmelzen: Westafrika und Jazz, Kora und Trompete, Erinnerung und Gegenwart. Ein feinsinniger Dialog, der überzeugt - meint unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.
BETIYATA - Ali Boulo Santo Cissoko | Volker Goetze
Album Tipp Jazz „Trigger“ - Sharon Mansur
Klassik, mittelöstliche Musik, Progressive Rock, Metall und Electronica. Das sind die Rhythmen, von denen die israelische Pianistin Sharon Mansur fasziniert ist. Und als sie den Jazz für sich entdeckt, ist ihr sofort klar, dass es ohne Einflüsse aus Europa, dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten nicht geht. Schließlich gibt es, wie Sharon Mansur sagt, keine explizit traditionelle, israelische Musik, weil das Land so jung ist. Insofern ist es nur konsequent, dass ihr neues Album mit dem Titel „Trigger“ diese Vielfalt widerspiegelt.
Album Tipp Jazz Eine neue Ordnung der Teilchen: „Gravitations“ von Haggai Cohen-Milo lässt Jazz, Klassik und Rap miteinander reagieren
Sie ist ein physikalisches Prinzip, das bis heute große Faszination ausübt: Die Anziehung. Sie ist die Kraft, die dafür sorgt, dass Elemente zusammenkommen. Dabei entsteht eine neue Ordnung der ursprünglich getrennten Materien. Dass dieses Prinzip als Metapher auch auf die Musik anwendbar ist, zeigt der israelische Bassist, Komponist und Bandleader Haggai Cohen-Milo. Im Auftrag der Hamburger Symphoniker ist sein neues Projekt „Gravitations“ entstanden, das live in der Laeiszhalle Hamburg aufgenommen wurde und das getrennte Elemente wie Jazz, Klassik und Rap miteinander reagieren lässt - ganz im Sinne der Anziehung.
Album Tipp Jazz Tradition und Innovation - Tyreek McDoles gelungenes Debütalbum
Ein Zufall steht am Anfang dieser musikalischen Karriere. Tyreek McDole sprang für einen kranken Sänger ein und wurde so entdeckt. Mit seinem ersten Album „Open up your senses“ huldigt er zum einen der Tradition seines Musikgenres, zum anderen ist es ihm wichtig, neue Strömungen aufzugreifen und eigene zu kreieren. Zum Beispiel seine Eigenkomposition „Love is a Four-Letter-Word“ oder „Wongolo Wale“, ein Titel, der sich mit seiner haitianischen Herkunft beschäftigt. Selbstreflektion und soziales Bewusstsein zeichnen seine Texte aus und sind in Kombination mit der unverwechselbaren Stimme ein echtes Hörerlebnis, sagt SWR Musikredakteurin Marlene Küster.