Feinsinniger Dialog zwischen Trompete und Kora

„SARGAL" von Volker Goetze & Ali Boulo Santo Cissoko

Ali Boulo Santo Cissoko spielt die Kora, eine Stegharfe - er zählt zu den westafrikanischen Griots, eine Berufsgruppe und Kaste. Die Griots bewahren als Dichter, Instrumentenbauer und Musiker die kulturelle Tradition Westafrikas und waren einst am Hofe der Könige zu Hause.

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Von Autor/in Fanny Opitz

Seit einiger Zeit arbeitet Ali Boulo Santo Cissoko auch mit dem deutschen Jazz-Trompeter Volker Goetze zusammen, der sich mit großem Respekt Cissokos Tradition nähert.

„SARGAL" heißt ihr neues Album, auf dem Welten miteinander verschmelzen: Westafrika und Jazz, Kora und Trompete, Erinnerung und Gegenwart. Ein feinsinniger Dialog, der überzeugt - meint unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.

BETIYATA - Ali Boulo Santo Cissoko | Volker Goetze

BETIYATA - Ali Boulo Santo Cissoko | Volker Goetze

Album Tipp Jazz Eine neue Ordnung der Teilchen: „Gravitations“ von Haggai Cohen-Milo lässt Jazz, Klassik und Rap miteinander reagieren

Sie ist ein physikalisches Prinzip, das bis heute große Faszination ausübt: Die Anziehung. Sie ist die Kraft, die dafür sorgt, dass Elemente zusammenkommen. Dabei entsteht eine neue Ordnung der ursprünglich getrennten Materien. Dass dieses Prinzip als Metapher auch auf die Musik anwendbar ist, zeigt der israelische Bassist, Komponist und Bandleader Haggai Cohen-Milo. Im Auftrag der Hamburger Symphoniker ist sein neues Projekt „Gravitations“ entstanden, das live in der Laeiszhalle Hamburg aufgenommen wurde und das getrennte Elemente wie Jazz, Klassik und Rap miteinander reagieren lässt - ganz im Sinne der Anziehung.

SWR Kultur am Samstagnachmittag SWR Kultur

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Fanny Opitz
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