Erklär mir Pop

„Hallelujah“ von Leonard Cohen

Der 1984 auf dem Album „Various Positions“ veröffentlichte Song, der zudem unzählige Male gecovert wurde, ist Leonard Cohens populärster Titel. Doch erfolgreich war er keineswegs von Anfang an.

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Inhaltlich setzt sich Cohen, der aus einer jüdisch-kanadischen Familie in Montreal stammte, mit dem hebräischen „Hallelujah“ (Lobet den Herrn) auseinander und bezieht sich auf biblische Begebenheiten.

Ein Halleluja drückt Dank und Lob für Gott aus. Aber die Tatsache, dass der passionierte Lyriker Cohen über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 80 Verse zu diesem Song schrieb, bevor er sich für wenige Verse entschied, zeigt deutlich, wie stark er darin seinen Glauben reflektiert hat. Zudem er von einem „cold and broken Hallelujah“ singt. „Diese Welt ist voller Konflikte und voller Dinge, die sich nicht versöhnen lassen“, sagte Leonard Cohen. „Aber es gibt Momente, in denen wir uns versöhnen und das ganze Durcheinander umarmen können, und das meine ich mit Hallelujah.“

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Mareike Gries
Mareike Gries, Autorin und Moderatorin bei SWR Kultur
Interview mit
Udo Dahmen