Im Laufe ihrer Karriere hat sich die Jazzmusikerin zunehmend auf ukrainische Volkslieder fokussiert. Auf ihrem aktuellen Album „Utopia“ lässt die Soundtüftlerin, Pianistin, Sängerin und Songschreiberin Archivmaterial auf Eigenkompositionen treffen. Es sei für sie sehr wichtig, eine Verbindung zu ihrer Heimat aufrechtzuerhalten, erzählt Ganna Gryniva, denn die Ukraine sei ein wichtiger Teil ihrer Identität und ihres Selbstverständnisses. „Utopia“ fasse für sie die Gegenwart zusammen, in der es auf allen möglichen Ebenen eigentlich keinen Grund zur Hoffnung gäbe.
„Utopia“ ist ein äußerst hörenswertes Album einer ukrainischen Künstlerin mit enorm viel Potenzial und Spielfreude – meint unsere Jazzkritikerin Marlene Küster.
„Malanka“ aus dem Album „Utopia“ von Ganna
Jazz Kosmische Reise: Patricia Brennan – „Of The Near And Far“
Inspiriert von den Konstellationen der Sterne und den Weiten des Weltraums, hat die Vibraphonistin und Komponistin Patricia Brennan eine einzigartige Klanglandschaft geschaffen. Mit einem zehnköpfigen Ensemble aus Jazz-Instrumenten, Streichquartett und Elektronik, verschwimmen die Grenzen zwischen improvisiertem Jazz, klassischer Musik und experimentellen Klängen. „Of The Near And Far“ ist eine Klangreise und erinnert an vorüberziehende Sternschnuppen und elektronische Impulse, die klingen wie entfernte Signale aus den Tiefen des Alls, meint unser Jazz-Kritiker Niklas Wandt.
Album-Tipp Jazz „Stories We Tell“ – Luise Volkmann und Ensemble
Die 1992 in Bielefeld geborene Luise Volkmann ist eine vielfach preisgekrönte Komponistin, Saxofonistin und Bandleaderin. Mit ihrem Ensemble „Été Large“ stellt sie immer wieder ausgefeilte Produktionen vor, die aufhorchen lassen. Denn die Saxofonistin, Flötistin und Komponistin, die aus der Punkmusik kommt, ist inspiriert von Jazz, improvisierter und zeitgenössischer Musik. Gleichzeitig reflektiert sie gesellschaftlich relevante Themen aus Geschichte und Gegenwart. Auch mit ihrem dritten Album liefert Luise Volkmann vielstimmige Anregungen zur Reflexion. Unser Jazzkritiker Georg Waßmuth bringt es auf den Punkt: „The Stories We Tell“ ist ein Album zu dem man kurz und bündig resümieren kann: Gerne mehr!
Album Tipp Jazz Brasilianisches Gefühl, jazzig und modern – Amaré vom Amaré Trio
Sie sind allesamt globale Schwergewichte in der Jazz- und Musikszene: die Sängerin Céline Rudolph, der Pianist Enrique Gomide und der Gitarrist João Luís Noguiera. Als Amaré Trio bringen sie brasilianische Musik ins Jahr 2025, verschmelzen deren Rhythmen mit Jazz. Das Repertoire reicht von brasilianischen Standards bis hin zu Eigenkompositionen aller Mitglieder des Ensembles.
Kammermusikalische Freiheit und Frische bestimmt das lebendige Zusammenspiel der drei Virtuosen, die sich gegenseitig intensiv zuhören. Mit viel Tiefe und Fantasie treffen Gesang, Gitarre und Klavier auf diesem Debutalbum des Amaré Trio aufeinander - ein Glücksfall, meint unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.