Der lange Weg von Eartha Kitt ins Showbusiness
Eartha Kitt hatte es wirklich nicht leicht. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Und als dann noch ihre Mutter stirbt, wächst sie bei einer Tante in einem Latino-Viertel in New York auf. Hier lernt Kitt afrikanisch tanzen und gewinnt als Kind Wettbewerbe. Dazu singt sie aber auch im Kirchenchor. Sie hat jetzt ein Ziel: Showstar werden.
Davon ist sie zunächst weit entfernt: Sie schuftet als junge Frau mit gerade mal 14 Jahren in einer Kleiderfabrik. Vom Lohn leistet sie sich einen kleinen Luxus: Sie nimmt Klavierstunden.
Mit 15 singt und tanzt sie in Nachtclubs
Dann sieht sie ein Plakat eines Tanz-Ensembles, für das noch Tänzerinnen gesucht werden: die legendäre Katherine Dunham-Show, eine afroamerikanische Tanzrevue. Kitt tanzt vor, singt dazu und wird engagiert, da ist sie 15. Und jetzt tingelt sie weltweit durch Nachtclubs.
1953 wird die große Plattenfirma RCA auf den singenden, glamourösen Vamp aufmerksam. Sie nehmen sie unter Vertrag. Mit einem Cover des französischen Songs "C'est si bon" landet sie einen Erfolg.
Eartha Kitt, Ironie und "Santa Baby"
Als dann eine Sängerin für einen merkwürdigen Weihnachtssong gesucht wird, kommen die Plattenbosse auf sie. "Santa Baby" ist ein, nun ja, ironischer Song über eine Frau, die sich das ganze Jahr gut benommen hat und nun von Santa Gegenleistungen erwartet: Er soll ihr einen Nerz bringen, ein Cabrio und eine Yacht durch den Kamin unter den Baum legen. Der Song wird ein Hit.
"Santa, denk an den Spaß, den ich verpasst habe, die Kerle, die ich nicht geküsst habe. Nächstes Jahr will ich genauso brav sein, wenn du meine Weihnachtsliste abhakst."
Eartha Kitt bleibt auch nach "Santa Baby" auf der Erfolgsspur
Später macht Kitt dann am Broadway weiter Karriere und ist erfolgreiche Schauspielerin. Die vielen Wünsche konnte sie sich dann selbst erfüllen.
Madonna covert "Santa Baby" von Eartha Kitt
Der Song ist seitdem ein Dauerbrenner unter den Weihnachts-Pop-Songs. Sogar Madonna nahm ihn 1987 für ihr Weihnachts-Charity-Album auf.