Bei der diesjährigen Ausgabe des Internationalen Musikwettbewerb der ARD messen sich junge Musikerinnen und Musiker in den Fächern Klarinette, Klavier und Trompete. Als einer der prestigeträchtigsten Klassikwettbewerbe weltweit für klassische Musik war er ein Karrieresprungbrett für große Karrieren wie die von Jessye Norman, Mitsuko Uchida, Christian Tetzlaff oder das Quatuor Ébène.
„Ich versuche einfach Spaß zu haben“
Eine, die nun in diese Fußstapfen treten könnte, ist die 2004 geborene Klarinettistin Chiara Holtmann aus Tübingen. Sie ist Mitglied des Bundesjugendorchesters und mehrmalige erfolgreiche Teilnehmerin bei Jugend musiziert.
„Ich versuche einfach Spaß zu haben und den Bewertungsaspekt auszublenden“, sagt Holtmann im Gespräch mit SWR Kultur. „In der Musik geht es für mich auch mehr um Spaß und dieses Gefühl, dass ich das auch rüberbringen kann.“
Erste Wettbewerbsrunde mit Weber und Illés
In der ersten Runde des Wettbewerbs wird die junge Klarinettistin zwei völlig unterschiedliche Werke spielen: das romantische erste Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber sowie die technisch herausfordernden modernen Drei Aquarelle für Klarinette solo von Márton Illés.
„Man muss Virtuosität zeigen: schnelle Tonleiter, große Intervalle“, erklärt Holtmann über das Weber-Konzert. „Da kann man wirklich große Atemkontrolle und die Phrasierungen zeigen und, ob man die Musik richtig verstanden hat“.
Bei Illés seien hingegen ganz andere Techniken gefordert: „Da geht es mehr um Effekte. Also nicht um Melodie, sondern dass man die Bedeutung der Aquarelle mehr herausbringt.“
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Wettbewerb als Chance zum persönlichen Wachstum
Hinsichtlich des Wettbewerbs denke sie gar nicht so sehr an ihre Chancen, erklärt Holtmann. „Ich mache es für mich, weil ich mich auch selber weiterentwickeln möchte. Ich habe auch in der Vorbereitung viel gelernt. Es hat sich auf jeden Fall jetzt schon gelohnt, dass ich da mitmache.“
Sie freue sich darauf, neue Leute kennenzulernen und ganz viele verschiedene Interpretationen zu hören, so Holtmann abschließend. „Ich bin sehr gespannt“, verrät die Klarinettistin aus Tübingen zum Abschluss.
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