Seit sieben Jahrzehnten gibt es den Eurovision Song Contest (ESC). Das Finale verfolgen im Schnitt rund 160 Millionen Menschen weltweit im Fernsehen – damit gilt der Wettbewerb als größtes Musikspektakel der Welt. Filmemacher Christopher Kaufmann sagt in SWR Kultur am Morgen: „Der Contest hat sich über die Jahrzehnte immer wieder angepasst und verändert.“
Die Dokumentation „70 Jahre ESC – More than Music“ von Christopher Kaufmann ist ab dem 8. Mai 2026 in der ARD-Mediathek zu sehen.
Doku in der Mediathek „70 Jahre ESC – More than Music“ – eine Zeitreise durch sieben Jahrzehnte Eurovision Song Contest
Seit seiner Premiere im Jahr 1956 hat sich der „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ von einer beschaulichen TV-Gala zu einem musikalischen Megaevent entwickelt, das heute rund 160 Millionen Zuschauende in seinen Bann zieht.
Politische Dimension des Wettbewerbs
Nach Einschätzung Kaufmanns hatte der ESC schon immer auch eine politische Komponente – insbesondere für das Nachkriegsdeutschland. Nachdem der erste Wettbewerb in der Schweiz stattgefunden hatte, habe Deutschland schnell zeigen wollen, „dass es ein guter Gastgeber sein kann und der Contest in diesem Kontext auch für einen kleinen Neubeginn steht“.
Französischer Einfluss prägte den frühen ESC
Ein weitverbreiteter Irrtum sei laut Kaufmann zudem, dass der Eurovision Song Contest in Deutschland bis 2001 offiziell „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ hieß. „Diese Namensänderung gab es wohl nie so richtig. Zu Beginn wurde allerdings viel auf Französisch gesungen und das Chanson war sehr präsent. Eigentlich hieß der Wettbewerb aber schon immer 'Song Contest'“, so Kaufmann.