Sol Gabetta und die Pianistin Irina Zahharenkova mit einem Schubert-Arrangement, sehr schön und sanglich musiziert, trotzdem fragt man sich: warum spielen die so etwas? Die Antwort gibt Gabettas neues Album, eine Feier ihrer vergessenen Cellistinnen-Kollegin Lise Cristiani.
Faible für bekannte Melodien
Cristiani hatte ein Faible für bekannte Melodien. Das Leben dieser Künstlerin ist so rätselhaft wie spektakulär und man wundert sich, dass es so lange gedauert hat, sie wieder zu entdecken. Wo war hier die Frauenmusikforschung, fragt man sich.
Lise Cristiani wurde 1825 unehelich als Lise Barbier Chrétien in Paris geboren und starb nur 27 Jahre später in Russland an Cholera. Sie war groß, schön, liebte extravagante Kleider und riskierte als eine der ersten Frauen ihrer Zeit eine Karriere als professionelle Musikerin.
Leichtfüßiges und musikantisches Spiel
Gabetta und Zahharenkova spielen dieses „Air de ballett“ von Jacques Offenbach leichtfüßig und musikantisch. Zahharenkova am Fortepiano, warmer Ton, wunderbar phrasiert, mit „Luft“ zwischen den Fingerkuppen und Saiten.
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