Schlagzeugbeats aus einer Seilbahngondel über dem Rhein, einer extremen Steillage im Weinberg oder dem historischen Gewölbe der Burg Rheinfels: Andreas Eichenauer ist kein Ort zu ausgefallen, um sein Drumset aufzubauen. Jeder Ort habe so seinen ganz eigenen Zauber, sagt Eichenauer.
Bildstarke Videoreihe für Instagram
Das Ganze dokumentiert der Mannheimer in einer aufwendig produzierten Videoserie auf Social Media: „Rhiver Beatz“. So wll er den Klang des Oberen Mittelrheintals einfangen.
Dabei spielt der Schlagzeuger Beats aus Rocksongs von Led Zeppelin aber auch Funk, Motown und Soul. Immer wieder lasse er sich auch von dem überraschen, was der Ort so hergebe: „Wenn man dann anfängt zu spielen und der Klang passiert, dann macht das in dem Moment was mit einem, was man nur bedingt planen kann.“
Ein Projekt, aus der Krise geboren
Der Rhein zieht sich durch Andreas Eichenauers Lebensstationen: Geboren in Rheinhessen studierte er an der Popakademie in Mannheim, wurde mit Soloprojekten auch als Sänger von der Kritik gelobt.
Nach einer persönlichen Krise wurde ihm das Mittelrheintal zur zweiten Heimat. „Das ist einfach eine einmalige Kulisse in Deutschland, in Europa, womöglich weltweit. Das übt eine ganz eigene Faszination hier aus. Und ich darf mittlerweile zum Glück sagen, ich habe hier Freunde und Anschluss gefunden“, sagt Andreas Eichenauer.
Kulturbotschafter für den Mittelrhein
Die Videos seiner „Rhiver Beatz“-Reihe sind so auch seine persönliche Art, Danke zu sagen. Der Schlagzeuger sieht sich deshalb selbst ein bisschen auch als Kulturbotschafter der Region.
Das Schönste wäre, wenn die Leute das sehen und denken: Oh, ist das schön hier, da müssen wir hin.
Aktuell steht er als Berufsmusiker nicht nur bei Konzerten, sondern auch in verschiedenen Theatern auf der Bühne, unter anderem in Koblenz.
Mehr Musik im Mittelrheintal
Musikgeschichte hoch über dem Rhein Von Bob Dylan bis U2: Was lockt Weltstars seit 50 Jahren auf die Loreley?
Seit 50 Jahren spielen Weltstars im kleinen St. Goarshausen. Denn die Loreley Freilichtbühne ist ein ganz besonderer Veranstaltungsort. Was steckt hinter dem Mythos um diese Bühne?
Mehr Musik
Auf Tour in Deutschland Israelische Indierockband Haze’evot: Aus den Schubladen herausschreien
Auftritte wurden abgesagt, weil ihre Herkunft „zu heikel“ sei. Haze’evot lassen sich davon nicht aufhalten. Die Band sagt: Frieden braucht Dialog – und gibt Workshops an Schulen.
Musikthema „Wenn Töne salzig schmecken“: Synästhesie in der Musik
Mit „Wenn Töne salzig schmecken“ blickt der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Lutz Jäncke hinter abstrakte Hirnscans, die er in seiner eigenen Forschungsarbeit durchgeführt hat. Jäncke erforscht die Gehirne von Musikerinnen und Musikern. Titelgebend ist eine unglaubliche Verbindung im Hirn, welche Töne zum Beispiel süß oder salzig schmecken lässt. Über dieses und weitere neuronale Phänomene der Synästhesie in Verbindung mit Musik hat Theodora Mavropoulos mit Lutz Jäncke gesprochen.