Das war der Newsticker am Dienstag. Danke fürs Lesen! Morgen kümmert sich mein Kollege Berkan Cakir für euch um die News des Morgens. Bis dahin findet ihr alle aktuellen Nachrichten und Hintergründe für Baden-Württemberg unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV. Habt eine schöne Woche und genießt die Adventszeit bei frühlingshaften Temperaturen!
- Themenschwerpunkt heute: E-Autos im Vergleich zu Verbrennern
- Leichtes Erdbeben im Kreis Esslingen
- Nach Schüssen auf 16-Jährigen: SEK nimmt erste Verdächtige fest
- SWR Data Lab-Analyse: Lohnt die neue Förderprämie für E-Autos?
- Solvay stößt auch 2025 zu viel klimaschädliche Gase aus
Tschüss!
So haltet ihr es mit den Weihnachtsgeschenken
Paketzusteller ächzen besonders vor Weihnachten unter einem Knochenjob mit schlechter Bezahlung. Und fürs Klima sind Geschäftsmodelle wie die von Amazon ja auch nicht so prickelnd. Wie und wo kauft ihr eure Weihnachtsgeschenke ein? Mehr als 60 Prozent von euch wollen den Einzelhandel unterstützen und bummeln durch die Innenstädte und Ortskerne. 17 Prozent von euch sind auf Onlineeinkäufe angewiesen, um ihre Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Und 21 Prozent zeigen ihren Zustellern in der Vorweihnachtszeit besonders viel Wertschätzung angesichts der Masse an Paketen, die sie für uns durch die Lande transportieren. Danke fürs Abstimmen und Mitmachen und frohes Schenken!
Robert Bosch Stiftung: Hälfte der Deutschen fühlen sich von der Politik nicht vertreten
In Deutschland fühlt sich fast die Hälfte der Menschen nicht angemessen von der Politik vertreten: 47 Prozent gaben das an. Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich etwas besser repräsentiert, als Menschen ohne. Das ergibt eine Sonderauswertung des Vielfaltsbarometers der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart: 43 Prozent der Menschen in Deutschland gaben in der Befragung an, sich als Menschen zweiter Klasse zu fühlen. Dieses Gefühl ist bei Menschen in Ostdeutschland besonders ausgeprägt. Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland glaubt außerdem, dass die Bedürfnisse von Minderheiten über die Bedürfnisse der Mehrheit gestellt werden. Bei der Bewertung verschiedener Formen gesellschaftlicher Vielfalt zeigen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund deutliche Unterschiede, schreibt demnach die Robert Bosch Stiftung. Ein weiteres Ergebnis: Menschen mit Migrationshintergrund akzeptieren ethnische und religiöse Vielfalt stärker, Vielfalt in der sexuellen Orientierung aber weniger als Menschen ohne Migrationshintergrund. Das sogenannte Vielfaltsbarometer 2025 steht unter dem Titel "Teilhabe und Zugehörigkeit in der Einwanderungsgesellschaft", es ist eine repräsentative Befragung zum gesellschaftlichen Zusammenleben in Deutschland.
Themenschwerpunkt heute: E-Autos im Vergleich zu Verbrennern
Einen Schwerpunkt in unserer Berichterstattung stellen heute E-Autos mit ihren Vor- und Nachteilen dar. Die Analyse des Automarkts zeigt, dass Autofahrer für neue E-Autos, die gerade erst aus der Fabrik kommen, im Durchschnitt mehrere Tausend Euro mehr zahlen als für neue Verbrenner. Langfristig lohnt sich ein E-Auto jedoch in den meisten Fällen. Wie schnell sich die Ersparnisse bemerkbar machen, hängt dabei vom Strom- und Kaufpreis ab. Die SWR-Datenrecherche zeigt: E-Autos decken die Bedürfnisse der meisten Autofahrer ab, fast überall gibt es genug Ladesäulen, die Strompreise sinken aktuell. Sollte das so bleiben, fahren die meisten E-Autos damit langfristig günstiger. Und sie sind besser für die Umwelt und die Gesundheit aller. Der interaktive SWR-Kostenrechner bietet einen Überblick über den aktuellen Automarkt und vergleicht das gewünschte E-Auto mit Benzinern und Dieselfahrzeugen.
Hier gibt's die ganze Doku zum Nachschauen:
Leichtes Erdbeben im Kreis Esslingen
Bei Beuren im Kreis Esslingen hat es heute Nacht kurz vor 4 Uhr ein leichtes Erdbeben gegeben. Dieses Beben könnte für bis zu 375.000 Menschen leicht spürbar gewesen sein. Laut Regierungspräsidium Freiburg ist das Erdbeben mit einer Magnitude von 2,9 auf der Richter-Skala als schwach einzuordnen. Schäden seien bei der Stärke nicht zu erwarten.
Alle Weihnachtsgeschenke schon zusammen?
Na, habt ihr in den vergangenen Wochen auch was bestellt? Rund um die Weihnachtszeit werden pro Tag doppelt so viele Pakete ausgeliefert wie das restliche Jahr über. In Heilbronn bedeutet das ein Paketaufkommen von 13.500 Paketen pro Tag. Im Dezember hat es einen neuen Rekord für den Paketdienstleister DHL gegeben: Es haben deutschlandweit 12,4 Millionen Sendungen auf die Zustellung gewartet. Das sind rund doppelt so viele Pakete wie an einem normalen Arbeitstag. David Kraina ist seit 24 Jahren Paketzusteller und beliefert vor allem die Heilbronner Innenstadt. Um die Weihnachtszeit habe er viel Stress, aber es gebe auch erfreuliche Begegnungen, sagt er: Bei Stammkunden gehe er fast nie ohne zumindest ein paar Gummibärchen wieder raus auf die Straße. Wie macht ihr es mit den Weihnachtsgeschenken?
Oder besorgt ihr eure Geschenke vielleicht oldschool am Vormittag des 24.12. auf dem Weihnachtsmarkt?
Betrunkener schläft auf der Mittelspur der A6 in seinem Auto
Betrunken Autofahren ist ohnehin schon keine gute Idee. "Besser stehen bleiben", hat sich dieser Autofahrer dann vielleicht gedacht. Doch auf dem Mittelstreifen einer Autobahn anzuhalten und zu schlafen, war dann doch nicht die Lösung. Das ist am Sonntagmorgen auf der A6 bei Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) passiert: Gegen 3:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass auf der mittleren Spur in Fahrtrichtung Bad Rappenau ein unbeleuchtetes Fahrzeug steht. Andere Verkehrsteilnehmer reagierten schnell, hielten auf dem Standstreifen und schalteten die Warnblinker ein. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie im Inneren des Wagens einen Mann, der tief und fest schlief. Das Auto war abgeschlossen und der Fahrer ließ sich nicht wecken. Daraufhin musste die Feuerwehr ein Fenster gewaltsam öffnen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp über zwei Promille. Der Führerschein des 34-Jährigen wurde beschlagnahmt.
Diskutiert mit der Community von SWR Aktuell
In Tübingen sorgt ein Verfahren gegen die Stadt bei unserer Community auf Instagram für Diskussionen: Es geht um die Veröffentlichung runder Geburtstage im Amtsblatt. Laut Datenschützern ist dafür die Zustimmung der Betroffenen nötig - ein bürokratischer Aufwand, der laut OB Boris Palmer (parteilos) das Ende dieser Tradition bedeuten könnte. Datenschützer argumentieren, dass solche Veröffentlichungen potenzielle Risiken bergen, etwa durch "Enkeltrick"-Betrüger. Wie seht ihr das? Diskutiert doch hier mit unserer Community über das Thema. Übrigens: In manchen Städten wie etwa Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) muss man einer solchen Veröffentlichung zustimmen. Neckarsulm (Kreis Heilbronn) setzt auf persönliche Besuche: Jubilare ab 90 Jahren und Ehepaare ab der Diamantenen Hochzeit erhalten Gratulationen vom Oberbürgermeister, und wer keinen Besuch möchte, bekommt Glückwünsche per Post.
Großauftrag für Motorenbauer in Friedrichshafen
Während es bei Autobauern im Land schlecht läuft, boomt die Rüstungsindustrie: Der Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems aus Friedrichshafen hat einen der größten Aufträge seit Jahrzehnten an Land gezogen. Er soll über 300 Antriebe für neue Leopard-2-Kampfpanzer liefern. Laut Rolls-Royce hat der deutsch-französische Panzerhersteller KNDS die Antriebe bestellt. Die Motoren sollen künftig Leopard-Kampfpanzer in mehreren europäischen Armeen antreiben, etwa in Deutschland, Schweden, Litauen, den Niederlanden und Tschechien.
Merkel erhält Staufermedaille in Stuttgart
Hohe Ehre für Angela Merkel (CDU): Sie erhält am Abend in Stuttgart die Staufermedaille in Gold aus den Händen von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Laut baden-württembergischem Staatsministerium soll die frühere Bundeskanzlerin damit explizit für ihren "herausragenden politischen Einsatz während der Corona-Pandemie" geehrt werden. Bei der Staufermedaille handelt es sich um eine persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten. Beide - Ministerpräsident Kretschmann und Angela Merkel - hatten sich während der Pandemie, deren letzte Maßnahmen 2023 geendet haben, zum "Team Vorsicht" gerechnet. Von der Opposition im Land kommt auch Kritik an der Auszeichnung. So sagte der FDP-Landesvorsitzende Hans-Ulrich Rülke, Merkel habe während der Corona-Pandemie auch Fehlentscheidungen getroffen, wie beispielsweise Schulschließungen oder Ausgangssperren.
Nach Schüssen auf 16-Jährigen: SEK nimmt erste Verdächtige fest
Nach den Schüssen auf einem Spielplatz im Stuttgarter Stadtbezirk Weilimdorf hat die Polizei gestern Abend einen 16-Jährigen und einen 18-Jährigen festgenommen. Sie stehen im Verdacht einen anderen 16-Jährigen schwer verletzt zu haben. In Stuttgart-Feuerbach und Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) rückte dazu das Spezialeinsatzkommando (SEK) an und nahm die Verdächtigen in Gewahrsam. Wie die Polizei mitteilte, sitzt der 16-Jährige nun in Untersuchungshaft. Der 18-Jährige ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Inwieweit er und möglicherweise noch Andere an der Tat beteiligt waren, wird gerade ermittelt. Die Polizei hatte die Wohnungen der beiden Tatverdächtigen in Stuttgart-Feuerbach und Gerlingen durchsucht. Hintergrund soll ein Streit zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen mit insgesamt bis zu 15 beteiligten Personen gewesen sein. Die Polizei sucht aktuell nach Zeugen.
So erlebt eine syrische Familie die Rückkehr in die zerstörte Heimat
Vor acht Monaten ist Mohammed Shakir mit seiner Familie nach Syrien zurückgekehrt. Zehn Jahre hat die Familie in Stuttgart-Weilimdorf gelebt, nachdem sie wegen des Kriegs nach Deutschland geflüchtet waren. Doch die Sehnsucht nach der Heimat war groß und so wollte die Familie den Neuanfang wagen. Nach dem Sturz des Assad-Regimes hofft die Familie dort nun auf einen Neuanfang in einem Land, das in Trümmern liegt: "Ich danke Deutschland, es hat viel für uns getan. Aber ich vermisse meine Heimat", sagte Mohammed Shakir noch im April an einem seiner letzten Tage in Deutschland. Gerade für die fünf Kinder, die zum Teil in Deutschland geboren wurden, war der Abschied schwer. Nach einigen Monaten zieht die Familie ein erstes - zwiespältiges - Fazit. Die 45-minütige Doku in der ARD-Mediathek erzählt ihre Geschichte:
Porsche-Betriebsversammlung in Zuffenhausen wird über Sparplan informieren
Keine guten Neuigkeiten aus der Wirtschaft: Der kriselnde Porsche-Konzern wird die Belegschaft heute vermutlich offiziell über weitere geplante Einschnitte informieren. Dazu findet im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Betriebsversammlung statt. In der vergangenen Woche sind erste Details des neuen, zweiten Sparpakets durchgesickert. Der Betriebsrat soll eine entsprechende Liste im internen Porsche-Netz veröffentlicht haben. Danach sind Maßnahmen offenbar in Zuffenhausen und im Entwicklungszentrum in Weissach (Kreis Böblingen) geplant. Dort wird es morgen eine Betriebsversammlung geben. Mehrere Medien berichten, dass die Auslagerung ganzer Betriebsteile und Fahrzeuge im Raum steht. Außerdem könnten Einmalzahlungen und Jubiläumsleistungen gekürzt werden. Auch bei der Altersvorsorge solle gespart werden. Schon zu Jahresbeginn hatte der Konzern angekündigt, in Baden-Württemberg durch Altersteilzeit 1.900 Stellen abbauen zu wollen. Porsche leidet vor allem unter schwachen Absatzzahlen in China. Dort ist der Luxusautomarkt für ausländische Hersteller eingebrochen. Ende September ist der Sportwagenbauer an der Börse aus dem DAX geflogen, weil der Börsenwert des Unternehmens zu stark gesunken war.
Neue Pläne für das City-Kaufhaus in Gaggenau
Die Zukunft des City-Kaufhauses in Gaggenau (Kreis Rastatt) ist wohl geklärt: Ein Investor will das marode Gebäude kaufen und sanieren. Dann soll es zum CITYHAUS werden - mit Kaufhaus, Drogerie, Bäcker, Kiosk und Post. In einem weiteren Schritt ist im zweiten Obergeschoss ein Gesundheitszentrum angedacht. Eigentlich sollte eine Genossenschaft das Kaufhaus übernehmen, das scheiterte schließlich am hohen Sanierungsbedarf. Dennoch sei die Genossenschaft, in der sich auch viele Bürgerinnen und Bürger für "ihr" City-Kaufhaus engagiert hatten, wichtig gewesen, so der Gaggenauer Bürgermeister Andreas Paul (CDU), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft ist. "Es war ein Zeichen an die Investoren, wie Gaggenau zu diesem Gebäude steht." Am 13. Dezember ist der letzte Verkaufstag im alten City-Kaufhaus.
Untersuchungsausschuss im Landtag arbeitet #Metoo-Fall auf mit Konsequenzen bei BW-Polizei
Vielleicht werden sich die ein oder anderen noch an den Skandal erinnern: Es war der #Metoo-Fall mit dem ranghöchsten Beschuldigten in Deutschland. Dem damaligen Inspekteur der Polizei war im November 2021 vorgeworfen worden, eine Kollegin sexuell belästigt zu haben. Von diesem Vorwurf wurde er aber vom Landgericht Stuttgart aus Mangel an Beweisen freigesprochen. In diesem Jahr wurde er erneut angeklagt, wegen Bestechlichkeit: Er soll einer jüngeren Kollegin versprochen haben, sie in den höheren Dienst zu bringen, wenn sie sich mit ihm einlässt. Ein Untersuchungsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg will heute seinen Abschlussbericht vorlegen. Dabei geht es um die Konsequenzen aus der Affäre rund um den ehemaligen Inspekteur der Polizei. Im Fokus steht auch die Frage, wie transparent und fair Beförderung bei der Polizei in Baden-Württemberg funktioniert, vor allem in den hohen Etagen. Fakt ist: Im Zuge der Ermittlungen des Ausschusses hat das Landespolizeipräsidium angekündigt seine Führungsstruktur zu verändern und Personalverantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Seit dem Öffentlichwerden des Skandals rund um sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch durch den ehemaligen Inspekteur hat das Innenministerium den Posten abgeschafft und die Bezüge des ehemaligen Inspekteurs um die Hälfte gekürzt.
Wie sicher sind Jüdinnen und Juden in BW?
Jüdische Mitbürger sowie Vertreter von Politik, Polizei und Justiz haben gestern Abend in Mannheim über die Sicherheit von jüdischen Menschen gesprochen. Der Landesbeauftragte gegen Antisemitismus Michael Blume hatte dazu eingeladen. Konkrete Maßnahmen konnte der Antisemitismusbeauftragte auch in dem rund dreistündigen Gespräch nicht verkünden, dennoch wertete er das Zusammentreffen als Erfolg. Was er grundsätzlich einräumte: In Mannheim sei die Situation besonders drastisch, was die anti-israelische und antisemitische Stimmung anbelangt. Es sei zu überlegen, ob Baden-Württemberg wie andere Bundesländer ein Versammlungsrecht einführt, etwa um projüdische und propalästinensische Demonstrationen besser zu steuern. Außerdem gab er zu bedenken ob das Existenzrecht Israels rechtlich geschützt werden müsse. Deborah Kämper, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Mannheim, zeigte sich zufrieden. Wichtig für sie sei gewesen, dass das Gefühl vieler Jüdinnen und Juden, bedroht zu sein, ernst genommen wurde.
Nach Unfall am Olgaeck in Stuttgart: Fahrer angeklagt
Dieser Unfall hatte Menschen in ganz Deutschland erschüttert: Anfang Mai fuhr ein Mann am Olgaeck in Stuttgart in eine Menschengruppe. Fünf Kinder und drei Erwachsene wurden teils schwer verletzt, darunter eine 46-jährige Frau, die später im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat jetzt Anklage gegen den Unfallfahrer erhoben. Sie wirft ihm unter anderem fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vor. Zum Zeitpunkt des Unfalls soll der Mann laut Staatsanwaltschaft fahruntüchtig gewesen sein, weil er davor Betäubungsmittel und Medikamente genommen habe. Der Anwalt des Angeklagten erklärte dazu, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen festgestellten Abbausubstanzen und dem Unfallgeschehen wissenschaftlich nicht erwiesen sei. Das bestätige ein Gutachten. Zudem habe der Fahrer sich bei den Opfern und deren Angehörigen entschuldigt und freiwillig einen Geldbetrag gezahlt. Am Olgaeck herrscht seit September Tempo 30 - zuvor galt hier jahrelang Tempo 40.
Frühlingswetter statt Weihnachtsmarktfeeling in BW
So richtiges Glühweinwetter will sich nach wie vor nicht einstellen in Baden-Württemberg: Heute wechseln sich nach Nebelauflösung Wolken und sonnige Phasen ab. Vom Bodensee bis zur Donau kann es lange neblig sein. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 16 Grad. Wind weht kaum. Am Mittwoch örtlich zäher Nebel, sonst recht sonnig. Von der Pfalz und den Vogesen her im Laufe des Tages Wolken. Am Donnerstag wird es oft bewölkt oder neblig - und dann auch langsam wieder kühler.
Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:
SWR Data Lab-Analyse: Lohnt die neue Förderprämie für E-Autos?
Wie kann man die Elektromobilität ankurbeln? Das Bundesumweltministerium denkt darüber nach, auch den Kauf von gebrauchten Stromern mit einer Prämie zu fördern. Derzeit wird nach SWR-Informationen an einem entsprechenden Vorschlag gearbeitet. Ein Startdatum ist aber noch nicht in Sicht. Eine Förderung von gebrauchten E-Autos wäre neu, bisher gab es Vergünstigungen nur beim Kauf von Neuwagen mit Elektroantrieb oder Hybridfahrzeugen. Für die Neuwagenförderung hat die schwarz-rote Bundesregierung gerade erst Einzelheiten beschlossen: Menschen mit mittlerem oder kleinem Einkommen sollen bei Kauf oder Leasing von E-Autos oder Plug-in-Hybriden künftig mit mindestens 3.000 Euro gefördert werden. Die EU-Kommission muss dem Paket allerdings noch zustimmen. Das SWR Data Lab hat sich das Förderprogramm für Neuwagen genauer angesehen und kommt zu dem Ergebnis, dass es erstmals die Preisunterschiede in kleineren Autoklassen zwischen E-Antrieb und Verbrenner ausgleichen könnte. Die Neuwagen-Prämie ist laut der Datenanalysten aber noch nicht hoch genug, um die E-Autos generell zur günstigsten Variante zu machen. Ein exklusiver E-Auto-Rechner zeigt, wann und für wen sich ein bestimmtes E-Auto-Modell im Vergleich zu einem Verbrenner lohnt und wann nicht:
E-Auto-Checker Wann lohnt sich das E-Auto für Sie wirklich?
Ist das E-Auto wirklich günstiger als ein Verbrenner - oder nur teurer Öko-Luxus? Unser interaktiver Vergleich zeigt, ab wann sich ein Elektroauto finanziell lohnt.
Solvay stößt auch 2025 zu viel klimaschädliche Gase aus
Wir haben vergangene Woche darüber berichtet, dass die Chemiefirma Solvay in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) vergangenes Jahr etwa 30 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases SF6 freigesetzt haben soll. Die Goethe-Universität Frankfurt hat über Jahre hinweg stark erhöhte Werte gemessen. Offiziell hat Solvay 56 Kilogramm angemeldet. Nun soll auch dieses Jahr der offizielle Wert deutlich übertroffen worden sein - weniger als im vergangenen Jahr, aber dennoch um eine halbe Tonne. Wegen der Messwerte gibt es jetzt auch eine juristische Auseinandersetzung zwischen Solvay und dem Regierungspräsidium Stuttgart. Das hatte die Firma aufgefordert, die SF6-Emissionen regelmäßig von einem unabhängigen Institut messen zu lassen. Dagegen klagt Solvay. Das Regierungspräsidium will daher Sofortvollzug anordnen, was bedeutet, dass das Unternehmen die Anordnung befolgen muss - unabhängig vom laufenden Klageverfahren. Auch die Deutsche Umwelthilfe hat angekündigt, gegen das Unternehmen Strafanzeige zu stellen.
Guten Morgen!
Mein Name ist Susanne Veil und bis 10 Uhr informiere ich euch hier über alles, was in und für Baden-Württemberg wichtig ist. Heute wird uns der mögliche Umweltskandal rund um die belgische Chemiefirma Solvay im baden-württembergischen Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) weiter beschäftigen. Und eine neue Analyse des SWR Data Labs zeigt, inwiefern staatliche Förderung Preisunterschiede in kleineren Autoklassen zwischen E-Antrieb und Verbrenner ausgleichen kann. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de!
Der Ticker vom Montag zum Nachlesen
Das war der BW-Newsticker am Montag ++ Jugendlicher auf Spielplatz in Stuttgart angeschossen - Polizei sucht nach Motiv ++ Auto aus Rhein geborgen - Fahrer ertrunken ++
Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.