Über die Zustände in der Silvesternacht am Stuttgarter Klinikum haben wir ja bereits vorhin berichtet, aber auch in anderen Landesteilen hatte das Hantieren mit Feuerwerk und Böllern zum Teil erhebliche Folgen: So musste in der Oberschwabenklinik in Ravensburg ein dreijähriges Kind noch in der Nacht operiert werden, nachdem es sich beim Hantieren mit einem Feuerwerkskörper eine schwerere Verletzung an der Hand zugezogen hatte. Der Vater des betroffenen Kindes wollte noch eingreifen. Er musste dann ebenfalls operiert werden. In der Notaufnahme des Klinikums Ravensburg wurden in der Silvesternacht insgesamt sieben direkt silvesterbedingte Fälle behandelt. Sechs Patienten haben sich Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Verbrennungen zugezogen. Ein Patient musste wegen einer Schlägerei behandelt werden. In Lahr im Ortenaukreis verlor ein 42-Jähriger bei einer Böllerexplosion drei Finger. Durch den "unsachgemäßen Umgang" mit Feuerwerkskörpern sei der Unfall zustande gekommen, so die Polizei. Er sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Ob es sich um einen legalen oder illegalen Feuerwerkskörper handelte, konnten die Beamten nicht sagen.