Das war der BW-Newsticker am Freitag

Dreijähriges Kind muss nach Feuerwerks-Unfall operiert werden, Auf uns warten Schnee und Gewitter mit Blitz und Donner, Verletzter nach Brand-Katastrophe in der Schweiz nach Stuttgart gebracht

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

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Stand

Von Autor/in Jakob Wilking Fandrey

Unfälle mit Feuerwerk: Dreijähriges Kind muss operiert werden

Über die Zustände in der Silvesternacht am Stuttgarter Klinikum haben wir ja bereits vorhin berichtet, aber auch in anderen Landesteilen hatte das Hantieren mit Feuerwerk und Böllern zum Teil erhebliche Folgen: So musste in der Oberschwabenklinik in Ravensburg ein dreijähriges Kind noch in der Nacht operiert werden, nachdem es sich beim Hantieren mit einem Feuerwerkskörper eine schwerere Verletzung an der Hand zugezogen hatte. Der Vater des betroffenen Kindes wollte noch eingreifen. Er musste dann ebenfalls operiert werden. In der Notaufnahme des Klinikums Ravensburg wurden in der Silvesternacht insgesamt sieben direkt silvesterbedingte Fälle behandelt. Sechs Patienten haben sich Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Verbrennungen zugezogen. Ein Patient musste wegen einer Schlägerei behandelt werden. In Lahr im Ortenaukreis verlor ein 42-Jähriger bei einer Böllerexplosion drei Finger. Durch den "unsachgemäßen Umgang" mit Feuerwerkskörpern sei der Unfall zustande gekommen, so die Polizei. Er sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Ob es sich um einen legalen oder illegalen Feuerwerkskörper handelte, konnten die Beamten nicht sagen.

Tschüss!

Damit endet der BW-Newsticker für heute. Am Montag bin ich wieder für euch da. Bis dahin findet ihr alle aktuellen Nachrichten und Hintergründe für Baden-Württemberg unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Verband kritisiert Regierungspläne zum Schutz von Rettungskräften

Nachdem es in der Silvesternacht wieder Angriffe auf Rettungskräfte gab, glaubt der Berufsverband Rettungsdienst nicht, dass strengere Gesetze etwas an der Situation ändern werden. Es gebe bereits entsprechende Gesetze für hohe Strafen, die aber nicht angewendet würden, sagte der Verbandsvorsitzende Frank Flake den Zeitungen der Funke Mediengruppe über die schon jetzt geltende Rechtslage. Bis es zu Prozessen komme, dauere es Monate, manchmal Jahre, "bis dahin ist das Geschehene schon fast vergessen". Das mögliche Strafmaß, das schon jetzt bei bis zu fünf Jahren liege, werde fast nie ausgereizt. Kurz vor Silvester hatte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) den angekündigten Gesetzentwurf zum besseren Schutz von Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften vorgelegt. Er sieht härtere Mindeststrafen für Angriffe auf diese Personengruppen vor.  Laut Justizministerium soll es dafür künftig Freiheitsstrafen von mindestens sechs statt wie bisher mindestens drei Monaten geben. In besonders schweren Fällen soll eine Mindeststrafe von einem Jahr statt wie bisher sechs Monaten drohen. Das soll etwa für Überfälle gelten, bei denen Einsatzkräfte in einen Hinterhalt gelockt werden. Wer Rettungs- und Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit behindert, soll grundsätzlich nicht mehr mit einer Geldstrafe davonkommen können, sondern in Haft.

Halbzeit bei der Vierschanzentournee: Philipp Raimund in Schlagdistanz

Zum Neujahr gehört für Millionen Sportfans das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Patenkirchen dazu. Der alles überragende Springer war auch gestern wieder der Slowene Domen Prevc, der mit großem Vorsprung nach Oberstdorf auch in Garmisch gewann. Eine der beiden deutschen Hoffnungen, der gebürtige Göppinger Philipp Raimund, belegte gestern Platz 7. In der Gesamtwertung liegt der 25-Jährige auf Platz 6, der Abstand zum Treppchen ist aber aufholbar. Weiter geht es für die Skispringer morgen mit der Qualifikation zum dritten Springen in Innsbruck.

Crans-Montana: Identifizierung der Todesopfer wird noch dauern

Nach der Brandkatastrophe in der Schweiz mit rund 40 Toten und 115 Verletzten haben die Menschen der Opfer gedacht. Nach einem Gottesdienst im Skiort Crans-Montana im Kanton Wallis legten am Abend hunderte Einwohner und Angehörige Blumen nieder. Ermittler haben inzwischen mit der Identifizierung der Toten begonnen. Die Leichen seien so stark ⁠verbrannt, dass es Tage dauern könne, bis die Namen aller Opfer festgestellt würden, teilten die Schweizer Behörden mit. "Das erste Ziel ist es, allen Leichen Namen zuzuordnen", sagte der Bürgermeister ‌von Crans-Montana, Nicolas Feraud. Die Behörden vermuten, dass auch Ausländer unter den Toten sind. Viele der mehr als 100 Verletzten weisen zudem lebensbedrohliche Verbrennungen auf. In der Universitätsklinik Lausanne wurden allein etwa 13 volljährige und 8 minderjährige Brandverletzte aufgenommen, "deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist", wie der Chefarzt des Spitals Morges, Wassim Rafoul, sagte. Es handle sich um sehr schwere Verletzungen, deren Behandlung lange dauern werde. Hinzu könne kommen, dass die Verletzten auch Rauchgasvergiftungen, Quetschungen sowie Knochenbrüche durch das Gedränge erlitten hätten. Durch das Verbrennen von Kunststoff könnten sehr giftige Dämpfe entstanden sein.

Verkehrsbehinderungen auf A6 - aber keine Sperrung mehr

Es gibt ein Update zum Unfall auf der A6 beim Kreuz Weinsberg: Nach dem Brand eines Lkw ist in Richtung Nürnberg aktuell nur die linke Spur frei. Laut Polizei gibt es eine Umleitung, die Feuerwehr ist noch vor Ort.

Aalen: Junge Muslime säubern traditionell Innenstadt am Neujahrsmorgen

Freiwilliges Engagement, um den Dreck wegzumachen, den man selbst nicht mal verursacht hat. Kommt gefühlt immer seltener vor, aber am 1. Januar ist dies in einigen Städten im Land eine Tradition. Junge Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation haben beispielsweise in Mannheim und in Aalen (Ostalbkreis) traditionell die Innenstadt von Silvestermüll befreit. Während viele noch schlafen, sammelten die freiwilligen Helfer Raketenreste, Flaschen und andere Überbleibsel der Silvesternacht ein. Die Aktion, die seit rund 30 Jahren stattfindet, ist eine feste Tradition der muslimischen Gemeinde und soll nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch ein Zeichen für Verantwortung und gesellschaftliche Verbundenheit setzen.

Hotel für Hunde? An Silvester ist eben alles möglich

Die Silvesternacht ist vorbei - und Millionen von Haustier-Besitzern können vermutlich ein Lied davon singen, wie anstrengend es für sie und ihr Tier wieder war. Viele Hundehalter sind von Böllern und Co. geflohen und haben sich in ein Hotel am Stuttgarter Flughafen eingemietet. Sogar ein Buffet für die Hunde wurde angeboten. Wieso? Rund um den Flughafen ist die Verbotszone für Feuerwerk noch strenger, viele Vierbeiner können hier zur Ruhe kommen. Wir haben uns entsprechend umgesehen und viele zufriedene Gesichter und Hundeschnauzen gesehen.

Freiburg: Steuer auf Einwegverpackungen

Seit Beginn des neuen Jahres erhebt Freiburg eine Steuer auf Einwegverpackungen. Einweg-Becher oder entsprechendes Geschirr werden zum Beispiel mit 50 Cent besteuert. Ein Snack zum Mitnehmen wird dadurch wohl teurer. Das kommt euch bekannt vor? Ja, Tübingen hatte diese Abgabe bereits 2022 eingeführt. Auch Konstanz hat inzwischen eine solche Steuer.

Monaco im Europa-Park: Fürst Albert II. wird als Gast erwartet

Eigentlich läuft im Europa-Park in Rust (Ortenaukreis) noch die Wintersaison, aber man kann ja durchaus schon mal auf die neue Saison ab Ende März schauen. Mit "Monaco" soll dann der 18. Themenbereich im Europa-Park eröffnet werden. Dafür wird im Frühjahr voraussichtlich auch Fürst Albert II. von Monaco als Gast in Rust erwartet. Schon bekannt war, dass es einen eigenen Bereich zum Thema "Weltraum" geben wird - allerdings erst 2028. Die 1997 im russischen Themenbereich eröffnete Achterbahn "Euro-Mir" soll zunächst abgebaut und dann mit neuer Technik und unter einem neuem Namen als Familienachterbahn wieder aufgebaut werden.

Hochbetrieb bei der Telefonseelsorge: Einsamkeit und Wut prägen die Feiertage

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wird oft als besinnlich und friedlich beschrieben. Doch für viele Menschen ist sie genau das Gegenteil: eine belastende, emotionale Phase. Das spürt auch die Telefonseelsorge, die in diesen Tagen Hochbetrieb hat. Astrid Barnowsky, Leiterin der Telefonseelsorge Nord-Württemberg in Heilbronn, berichtet, dass viele Anruferinnen und Anrufer sich einsam, wütend oder überwältigt fühlen. Menschen, die unter Einsamkeit, familiären Konflikten oder emotionalen Belastungen leiden, suchen in dieser Zeit verstärkt Unterstützung. Neben den klassischen Telefonaten greifen immer mehr Menschen zur Tastatur, um ihre Sorgen zu teilen. Vor allem unter den unter 35-Jährigen steigt die Nachfrage nach textbasierten Angeboten wie Chats oder E-Mails. Barnowsky sieht darin einen klaren Vorteil: Die Hemmschwelle, einen Chat zu starten, sei oft deutlich geringer als zum Telefonhörer zu greifen. Besonders für Menschen, die Schwierigkeiten haben, über ihre Gefühle zu sprechen, bietet das Schreiben eine wichtige Alternative.

A6 nach Unfall bei Weinsberg komplett gesperrt

Achtung, wenn ihr aktuell mit dem Auto unterwegs seid oder gleich los möchtet: Solltet ihr die A6 rund um Heilbronn nehmen wollen, fahrt lieber drum herum. Die A6 ist nämlich aktuell zwischen dem Kreuz Weinsberg und Bretzfeld in beide Richtungen gesperrt. Laut Polizeisprecher ist ein Lkw in Brand geraten. Verletzt wurde niemand, wie lange die Sperrung andauert, ist noch unklar.

Baden-Württemberg nicht mehr Spitzenreiter bei Geldautomaten-Sprengungen

Es war eine eher zweifelhafte Ehre, in dieser Statistik einen Spitzenplatz zu belegen: Noch vor einem Jahr zählte Baden-Württemberg zu den bundesweiten Brennpunkten für Geldautomaten-Sprengungen. Inzwischen ist es spürbar ruhiger geworden, die Zahl der Taten ist deutlich gesunken. "Die Geldautomaten-Sprengungen haben wir deutlich nach unten gedrückt, von 43 Fällen im Jahr 2024 auf 13 im Jahr 2025", sagt Innenminister Thomas Strobl (CDU). Das entspricht einem Rückgang von rund 70 Prozent. Fünfmal kamen sie an Bargeld, insgesamt wurden laut Innenministerium rund 650.000 Euro erbeutet. Festgenommen wurde bislang niemand. Für die Bevölkerung bleibt damit ein zwiespältiges Gefühl: Es gibt zwar weniger Taten, aber weiterhin hochprofessionelle Täter. Zwar ist die Beute inzwischen geringer, doch das eigentliche Problem bleiben die massiven Schäden, die auf 5,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr an Gebäuden, Fassaden und Co. geschätzt werden.

Die Wetter-Aussichten: Schnee, stürmische Böen, Blitz und Donner

Schnee, Sturm und sogar Gewitter: Der Winter zeigt in Baden-Württemberg am Freitag seine raue Seite. Es wird wechselnd bis stark bewölkt mit Schnee- oder Schneeregenschauern, am Nachmittag örtlich auch mit Donner und Blitz. Dazu weht ein frischer Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, im Bergland sind schwere Sturmböen möglich. Die Temperaturen bleiben winterlich: Während im Bergland bis zu minus zwei Grad erwartet werden, sind im Raum Mannheim maximal fünf Grad drin. In der Nacht zum Samstag zieht teils mäßiger Schneefall durch, danach ist es wechselnd bis stark bewölkt. Vorsicht ist dennoch geboten: Bei Tiefstwerten zwischen minus 1 und minus 7 Grad droht Glätte.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Notfallmediziner zu Silvester: War eine "eher heftige" Nacht - Bedrohungen und rassistische Sprüche

In den Notaufnahmen im Land war rund um den Jahreswechsel viel los. Alle Hände voll zu tun hatten die Ärzte und Pfleger beispielsweise in der Notfallaufnahme des Klinikums Stuttgart. Ein knapp 80 Jahre alter Mann habe bei einer Böllerexplosion einen Finger verloren, zwei weitere müssten wohl amputiert werden, berichtete der leitende Oberarzt Florian Dengler. Ein jüngerer Herr um die 40 habe schwerste Kopfverletzungen erlitten, als er eine Feuerwerksbatterie mit einem Gasbrenner oder einem ähnlichen Gerät anzünden wollte und die Batterie neben ihm explodierte. Der 37-jährige Mediziner berichtete, ab Mitternacht habe man fast dreimal so viele Patienten versorgen müssen wie an einer normalen Wochenend-Nacht. Dieses Jahr sei es verglichen mit anderen Silvesterschichten "eher heftig" gewesen. Der Oberarzt berichtete auch von zunehmend aggressiven Patienten, die Pflegekräfte und Ärzte beleidigten, bedrohten oder teils mit rassistischen oder sexistischen Sprüchen angingen. Auch der Sicherheitsdienst in der Notaufnahme werde in der Silvesternacht aufgestockt.

In Freiburg verlebten die Rettungssanitäter dagegen einen - im Vergleich zum Stuttgarter Fall - ruhigeren Start ins neue Jahr. Mein Kollege Thomas Hermanns hat Notfallsanitäter zum Jahreswechsel begleitet:

Tresor mit Waffe und Autoschlüssel aus dem Neckar geborgen

Am Silvestermorgen haben Magnetangler am Heilbronner Neckarufer einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Sie zogen einen etwa 30x30 Zentimeter großen, zehn Kilogramm schweren Tresor aus dem Neckar. Der Tresor, der bereits von Muscheln bewachsen war, wurde vor Ort aufgehebelt. Zum Vorschein kamen unter anderem eine Schreckschusswaffe mit vollem Magazin, ein Fahrzeugbrief für einen Fiat samt Autoschlüssel, ein Schlüsselbund einer Yamaha mit Bedienungsanleitung und eine abgelaufene Kreditkarte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe des Fundes zu klären. Den Tresor durften die Angler übrigens behalten - er soll jetzt in ein Museum kommen.

Ermäßigter Steuersatz in der Gastronomie: "Bin optimistischer als noch vor einem Jahr"

Der baden-württembergische Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Hans-Ulrich Kauderer, hat in der Debatte um die seit dem Jahreswechsel geltenden ermäßigten Mehrwertsteuersätze von sieben Prozent die Bedeutung der Gastronomie-Vielfalt im Land betont. Für die Branche ist der Schritt nach Ansicht Kauderers ein Meilenstein. "Essen im Gasthaus auf Porzellan und mit gutem Service wird künftig nicht mehr höher besteuert als Fastfood zum Mitnehmen", erklärte der Dehoga-Chef. Das sei nicht nur ein Gewinn für die kulinarische Kultur, sondern auch ein Gebot der Fairness. Die Wettbewerbsverzerrungen zulasten der personalintensiven Speisegastronomie sei nun endlich beseitigt worden. Der niedrigere Mehrwertsteuer-Satz löst aus Sicht des Verbandes nicht alle Probleme - verschafft den Betrieben aber dringend benötigten wirtschaftlichen Spielraum. "Die Lage bleibt herausfordernd, aber ich bin optimistischer als noch vor einem Jahr und sehe jetzt eine realistische Chance, dass wir den Negativtrend bei der Umsatzentwicklung stoppen können", so Kauderer weiter. Immer wieder gab es ja Kritik daran, dass die Preise für die Kundinnen und Kunden nicht in gleicher Weise sinken werden. Kauderer sieht es so: "Zunächst einmal ist es eine gute Nachricht für die Gäste, wenn mehr Gasthäuser und Restaurants wirtschaftlich überleben, weil so die Vielfalt des Angebots gesichert wird". Der Wettbewerb in der Branche sei intensiv, der Markt funktioniere. "Davon werden auch die Gäste profitieren."

Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Verletzter nach Stuttgart ausgeflogen

Nach der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana geht die Aufarbeitung weiter. In dem Ort im Kanton Wallis ist in der Silvesternacht gegen 1:30 Uhr ein Feuer in der Bar "Le Constellation" ausgebrochen. Augenzeugen hatten ARD-Korrespondenten berichtet, dass möglicherweise funkensprühende Geburtstags-Kerzen die Decke im Keller der Bar in Brand gesetzt haben könnten. Anschließend soll es zu einer Explosion gekommen sein. Nach Polizeiangaben sind dabei etwa 40 Menschen gestorben. 115 Menschen wurden verletzt, die meisten davon schwer. Sie wurden auf Krankenhäuser in der ganzen Schweiz verteilt. Ein Patient wurde in eine Klinik nach Stuttgart geflogen. Ob es Deutsche unter den Opfern gibt, ist noch nicht bekannt.

Drei Tote nach Bränden im Land

Rund um den Silvestertag sind in Baden-Württemberg drei Menschen bei Bränden ums Leben gekommen. In Bonndorf im Kreis Waldshut kam ein 60-jähriger Mann bei einem Brand ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, brach das Feuer am Silvesterabend gegen 21:30 Uhr im Bereich eines Balkons aus. Die genaue Ursache des Feuers ist bislang noch unklar. In Lenzkirch (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wurde laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) ein 68-jähriger Mann tot in einer Wohnung gefunden, in der am Morgen des Silvestertags ein Brand ausgebrochen war. Das Polizeipräsidium Freiburg will dazu am heutigen Freitag weitere Informationen bekannt geben. Nach Angaben der dpa konnte die Feuerwehr 14 Personen aus dem Gebäude retten. Auch in Giengen an der Brenz im Kreis Heidenheim ereignete sich am Vormittag des Silvestertags ein Brand. Nach Informationen der dpa soll eine Frau bei dem Feuer ums Leben gekommen sein. Weitere Informationen zu diesem Vorfall liegen derzeit noch nicht vor.

Angriff auf Polizisten und Straßenbahn: Viel zu tun für Einsatzkräfte zum Jahreswechsel

Der Jahreswechsel in Baden-Württemberg war für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung. Trotz überwiegend friedlicher Feierlichkeiten kam es zu schweren Vorfällen, darunter Brände mit Todesopfern, Angriffe auf die Polizei und Schäden an Straßenbahnen. In Mannheim kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Laut Innenministerium wurden mehrere Polizistinnen und Polizisten mit Pyrotechnik beschossen, wobei einige von ihnen leichte Verletzungen erlitten. Auch ein Straßenbahnfahrer wurde mit Pyrotechnik beschossen, blieb jedoch unverletzt. Drei Straßenbahnen wurden durch Böller- und Steinwürfe beschädigt. Insgesamt wurden im Land sechs Polizeibeamtinnen und -beamte leicht verletzt. Feuerwehr und Polizei hatten landesweit hunderte Einsätze innerhalb weniger Stunden zu absolvieren. Das Innenministerium sprach von einer "Herausforderung für die Einsatzkräfte". Trotz aller Unfälle und Verletzten äußerten sich Verantwortliche am Neujahrstag unter dem Strich eher positiv.

Guten Morgen!

Willkommen zum ersten Newsticker am Morgen im neuen Jahr. Wir arbeiten die Ereignisse der Silvesternacht und alles, was sonst noch so in und um Baden-Württemberg passiert ist, für euch auf. Mein Name ist Jakob Fandrey und ich bin bis 10 Uhr für euch hier. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Jakob Wilking Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Wilking Fandrey
Baden-Württemberg

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