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Menzenschwand doch wieder ohne Bad? Investor springt überraschend ab

Eigentlich schien die Zukunft des Revitalbades in Menzenschwand gesichert. Doch nun ist der mögliche Käufer abgesprungen. Die Investorensuche beginnt von vorne.

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Von Autor/in Mario Schmidt

Die Zukunft des Revitalbades in Menzenschwand (Kreis Waldshut) ist wieder offen. Die Oswald Matt Group, die das Bad übernehmen wollte, hat sich als Käufer überraschend zurückgezogen. Die Verhandlungen der letzten Monate hätten gezeigt, dass man als branchenfremdes Unternehmen nicht der richtige Projektträger sei, so Firmeninhaber Oswald Matt. Die Suche nach einem Käufer beginnt für die Stadt St. Blasien wieder von vorne.

Sieben mögliche Käufer hinterlegten ihr Interesse am Radonbad

Seit der Eröffnung des Revitalbades belasteten die Stadtkasse hohe Verluste des Bades. Rund 650.000 Euro musste die Gemeinde zuletzt nach eigenen Angaben ausgleichen - zu viel für St. Blasien. Der Gemeinderat beschloss daraufhin die Schließung des Radonbades zum Jahresende 2025.

Lange war unsicher, wie es mit dem Bad weitergeht. In einem Markterkundungsverfahren hinterlegten sieben potenzielle Käufer vergangenen Dezember ihr Interesse am Erhalt und Ausbau des Radonbades, drei Investoren erfüllten dabei alle vom Gemeinderat gestellten Bedingungen. Den Zuschlag erhielt die Oswald Matt Group, ein Unternehmen für große Containeranlagen aus Höchenschwand. Adrian Probst, Bürgermeister von St. Blasien, sprach von einem "Sechser im Lotto". Denn der Unternehmer komme nicht nur aus der Region, sondern wolle den Bade- und Saunabetrieb für die Öffentlichkeit erhalten.

Der Bürgermeister von St. Blasien, Adrian Probst, und der Unternehmer Oswald Matt aus Höchenschwand.
Anfang Dezember stellte St. Blasiens Bürgermeister Adrian Probst (rechts) den Unternehmer Oswald Matt aus Höchenschwand als Kaufinteressenten für das Radonbad vor.

Die Suche nach einem Investor beginnt von vorne

Unerwartet hat sich der Investor Oswald Matt vom Kauf des Radonbades zurückgezogen. "Wir haben uns das Projekt insgesamt einfacher vorgestellt. Tatsächlich sind der Kauf und das Konzept mit komplexen Fragestellungen verbunden, die wir so nicht absehen konnten", schildert Matt.

Wir haben uns das Projekt insgesamt einfacher vorgestellt.

Die Gemeinde St. Blasien muss damit erneut nach einem geeigneten Käufer oder einer Käuferin suchen und zeigt sich enttäuscht vom Rückzug des Investors. "Wir bedauern die Entscheidung des Kaufinteressenten außerordentlich. Eine Zusammenarbeit und Umsetzung des Konzepts hätten wir uns gut vorstellen können", sagt Bürgermeister Adrian Probst. Das Ziel sei nach wie vor, dass das Schwimmbad mit Sauna für Einheimische und Touristen wieder geöffnet wird, so Probst.

Eine Arbeitsgruppe soll nun den Verkauf des Revitalbades beschleunigen

Bei der Suche nach einem neuen Käufer soll laut der Stadtverwaltung die Bildung einer Arbeitsgruppe helfen. Zu diesem Kreis gehöre auch die Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des Revitalbades eingesetzt hatte, sagt der Bürgermeister. Eine möglichst zeitnahe Veräußerung des Bades bleibe aber mit Blick auf die finanziellen Belastungen das Ziel, so die Stadt St. Blasien.

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