"Die Stelle des*der Oberbürgermeister*in (m/w/d) der Stadt Freiburg i. Br. (Stadtkreis mit ca. 237.000 Einwohner*innen) ist infolge Ablaufs der Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers zum 01. Juli 2026 neu zu besetzen." So lautet die offizielle Stellenanzeige für das höchste Amt in Freiburg. Der amtierende Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) würde den Job allerdings gerne weitermachen, doch werden seine Pläne durchkreuzt? Acht Herausforderer stehen bereit. Ein Überblick über die Kandidatinnen und Kandidaten und die wichtigsten Termine und Fristen.
Plakate zur Freiburger OB-Wahl seit Mitte März
Fliegender Wechsel im Freiburger Stadtbild: Ab dem 13. März durften die Wahlplakate der OB-Wahl in Freiburg aufgehängt werden. Wahlwerbung ist aber nicht überall erlaubt. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, sind Wahlplakate in der Fußgängerzone in der Innenstadt (unter anderem in der Kaiser-Joseph-Straße, Bertoldstraße, Rathausplatz) verboten, auch auf dem Platz der Alten Synagoge inklusive Theatervorplatz und auf dem Platz der Universität.
Diese Kandidaten wollen OB in Freiburg werden
Acht Herausforderer - eine Frau und sieben Männer - wollen dem amtierenden Oberbürgermeister Martin Horn den Chefsessel streitig machen. Doch der 41-Jährige hat klare Pläne: Er möchte seinen Posten verteidigen und Freiburg auch in den kommenden Jahren anführen. Dabei kann er erneut auf die Unterstützung der SPD zählen, die bereits 2018 hinter ihm stand. Damals setzte sich Horn in der Stichwahl gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne) durch.
Wahlveranstaltung in voller Länge Vor Freiburger OB-Wahl: So lief die Diskussion von SWR, BZ und LpB
Vor der Freiburger Oberbürgermeisterwahl haben sich die Kandidierenden den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Moderiert von Journalisten des SWR und der Badischen Zeitung.
Eine bekannte Rivalin von 2018 ist auch in diesem Wahlkampf wieder dabei: Monika Stein. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) tritt mit der Unterstützung eines breiten linken Bündnisses an, zu dem auch die Grünen gehören. Die Partei (Grüne) verzichtet erneut darauf, eine eigene Kandidatin oder einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Auch die CDU in Freiburg stellt keinen eigenen Bewerber auf, sondern unterstützt stattdessen den parteilosen Unternehmer Achim Wiehle.
Weitere Kandidaten sind von unterschiedlichen Parteien nominiert worden: Karl Schwarz tritt für die AfD an, Florian Braune für die Freien Wähler, Martin Borgmann für Die PARTEI und Claudio Probst für die Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (APPD). Ohne Rückhalt einer Partei wagt Dejan Mihajlović den Sprung ins Rennen. Anfangs mit dabei aber inzwischen aus dem Wahlkampf ausgeschieden sind Vinzenz Bothe von der WerteUnion, Valerie Tabea Schult (perteilos) und Jürgen Mattutis (parteilos)
Am 26. April 2026 wird abgestimmt OB-Wahl in Freiburg: Diese Kandidaten wollen an die Rathausspitze
Bleibt alles beim Alten oder schlägt Freiburg ein neues Kapitel auf? Am 26. April 2026 steht die Wahl des Oberbürgermeisters an. Neun Kandidaten wurden für die Wahl zugelassen.
Wer auf dem Wahlzettel landen wollte, musste zunächst mindestens 250 Unterstützungsunterschriften sammeln, um die Kandidatur offiziell zu machen. Die Frist zur Einreichung endete am 30. März um 18 Uhr. Ebenfalls genug Stimmen eingesammelt hat auch der Student Wim Kölker, der jedoch nicht in das OB-Amt gewählt werden will. Bei der Aktion handelte es sich viel mehr um eine Art Symbolpolitik gegen die AfD.
Kandidat-O-Mat seit 4. April abrufbar
Wer sich unsicher ist, welcher OB-Kandidat oder welche OB-Kandidatin am besten zu den eigenen politischen Vorstellungen passt, kann sich Unterstützung holen: Der Kandidat-O-Mat der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) ist seit dem 4. April online. Das interaktive Tool soll dabei helfen, die Positionen der OB-Kandidierenden miteinander zu vergleichen und eine fundierte Wahlentscheidung zu treffen. Zwei weitere Tools sollen in Freiburg bei der Entscheidungsfindung unterstützen.
Besonders interessant: Die Inhalte des Kandidat-O-Mat wurden nicht von Experten oder Politikern erarbeitet, sondern von einer Jugendredaktion, die die Fragen und Thesen aus ihrer Perspektive zusammengestellt hat. Als Kooperationspartner waren die Badische Zeitung und das SWR Studio Freiburg beteiligt.
Freiburg wählt seine Zukunft OB-Wahl Freiburg: Das sind die Top-Themen im Wahlkampf
Wohnungsnot, Stadttunnel, Verpackungssteuer und faire Bildung für alle - die Top-Themen im Wahlkampf um Freiburgs Oberbürgermeisteramt im Video-Überblick.
Wer bei der OB-Wahl wählen darf
Wahlberechtigt bei der Freiburger OB-Wahl sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaats der Europäischen Union besitzen. Zusätzlich müssen sie am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sein und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Freiburg haben. Die Wahlbenachrichtigungen wurden Ende März 2026 verschickt - mit Infos zum Wahltermin, Wahllokal und zu den Möglichkeiten der Briefwahl.