Sie waren Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter - die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" beleuchtet das Schicksal von deutsch-jüdischen Sportlerinnen und Sportlern, insbesondere während der NS-Zeit. Auf der Promenade vor dem Seemaxx in Radolfzell (Kreis Konstanz) findet die Wanderausstellung unter freiem Himmel statt. Dafür wurden lebensgroße Skulpturen der Sportlerinnen und Sportler aufgestellt.
Ausstellung erzählt Geschichte von 17 deutsch-jüdischen Sportlern
Während der NS-Zeit seien deutsch-jüdische Sportlerinnen und Sportler aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, Titel seien aberkannt worden, so die Stadt in einer Mitteilung. Insgesamt 17 Biografien werden vorgestellt.
So wird beispielsweise das Leben des deutschen Fußballpioniers Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes gezeigt. Nicht wenige Sportler, wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch, wurden deportiert und ermordet. Hirsch ist in Baden-Württemberg in der Stadt Achern im Ortenaukreis geboren und starb im Konzentrationslager Auschwitz.
Vorgestellt werden unter anderem auch die Biografien der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, des Meisterboxers Erich Seelig und der Deutschen Tennismeisterin Nelly Neppach.
Wanderausstellung mit Halt in Radolfzell am Bodensee
Die Wanderausstellung machte bereits in Städten wie Osnabrück, Hamburg und Berlin halt. Entwickelt wurde sie vor zehn Jahren vom Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg. Unter anderem unterstützt die DFB-Kulturstiftung das Projekt finanziell.