"Zwischen Erfolg und Verfolgung"

Ausstellung in Radolfzell zeigt Leben von deutsch-jüdischen Sportstars

Die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" widmet sich deutsch-jüdischen Sportlern während des Nationalsozialismus. In Radolfzell stehen dazu lebensgroße Skulpturen der Sportler.

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Sie waren Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter - die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" beleuchtet das Schicksal von deutsch-jüdischen Sportlerinnen und Sportlern, insbesondere während der NS-Zeit. Auf der Promenade vor dem Seemaxx in Radolfzell (Kreis Konstanz) findet die Wanderausstellung unter freiem Himmel statt. Dafür wurden lebensgroße Skulpturen der Sportlerinnen und Sportler aufgestellt.

Ausstellung erzählt Geschichte von 17 deutsch-jüdischen Sportlern

Während der NS-Zeit seien deutsch-jüdische Sportlerinnen und Sportler aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, Titel seien aberkannt worden, so die Stadt in einer Mitteilung. Insgesamt 17 Biografien werden vorgestellt.

Lebensgroße Skulpturen von deutsch-jüdischen Sportlern stehen an der Promenade vor dem Seemaxx in Radolfzell am Bodensee.
Die Wanderausstellung in Radolfzell am Bodensee gibt es noch bis zum 22. September zu sehen.

So wird beispielsweise das Leben des deutschen Fußballpioniers Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes gezeigt. Nicht wenige Sportler, wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch, wurden deportiert und ermordet. Hirsch ist in Baden-Württemberg in der Stadt Achern im Ortenaukreis geboren und starb im Konzentrationslager Auschwitz.

Vorgestellt werden unter anderem auch die Biografien der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, des Meisterboxers Erich Seelig und der Deutschen Tennismeisterin Nelly Neppach.

Wanderausstellung mit Halt in Radolfzell am Bodensee

Die Wanderausstellung machte bereits in Städten wie Osnabrück, Hamburg und Berlin halt. Entwickelt wurde sie vor zehn Jahren vom Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg. Unter anderem unterstützt die DFB-Kulturstiftung das Projekt finanziell.

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SWR

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