Mitglieder der IG Metall an den deutschen ZF-Standorten haben über das Verhandlungsergebnis zur Sanierung der Antriebssparte "Division E" abgestimmt. 91 Prozent der Mitglieder sprachen sich laut Gewerkschaft für den Sanierungsplan aus. Dieser sieht vor, die Antriebssparte nicht zu verkaufen, sondern zu erhalten. Gleichzeitig sollen allerdings Kosten von bis zu 500 Millionen Euro eingespart werden. Die "Division E" entwickelt und produziert elektrische und hybride Antriebe sowie Verbrenner. Auch der Gesamtbetriebsrat von ZF hat jetzt für den Plan votiert.
IG Metall lobt Solidarität und Zusammenhalt bei ZF
Das Ergebnis der Abstimmung sei ein starkes Signal der Solidarität und des Zusammenhalts in schwierigen Zeiten, sagte Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg. Die Mitglieder bei ZF hätten mit ihrem Votum gezeigt, dass sie bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.
Nach den IG-Metall-Mitgliedern hat auch der Gesamtbetriebsrat von ZF den Plänen für die Neuaufstellung der "Division E" offiziell zugestimmt. Wie der Gesamtbetriebsrat mitteilte, fiel das Votum einstimmig aus. Nun könne das Maßnahmenpaket in Kraft treten.
Abbau von Arbeitsplätzen bei ZF, aber keine Werksschließungen
Der Sanierungsplan war gemeinsam mit dem ZF-Gesamtbetriebsrat und der IG Metall ausgehandelt worden. Management und Arbeitnehmer einigten sich dabei auf umfassende Sparmaßnahmen, die zu Kosteneinsparungen von über einer halben Milliarde Euro bis 2027 führen sollen. Bei der "Division E" wird bis 2030 der Abbau von 7.600 Arbeitsplätzen erwartet, die Arbeitszeit soll verkürzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen.
Werksschließungen bei der großen Sparte in Deutschland sind nach früheren Unternehmensangaben nicht geplant. Große Standorte gibt es am Stammsitz am Bodensee, in Saarbrücken und im bayerischen Schweinfurt. In der Antriebssparte sind weltweit etwas weniger als 30.000 Menschen beschäftigt, gut zwei Drittel davon in Deutschland.