Der Oberschwabenklinikverbund (OSK) in Ravensburg übernimmt die beiden finanziell angeschlagenen Medizinischen Versorgungszentren in Friedrichshafen und Tettnang. Damit trage man künftig Verantwortung für die ambulante Versorgung im Bodenseekreis, heißt es in einer Mitteilung.
Weiterbetrieb der 16 Arztpraxen ist gesichert
Stichtag ist der 1. Januar kommenden Jahres: Dann soll die Oberschwabenklinik Ravensburg für die Medizinischen Versorgungszentren in Tettnang und in Friedrichshafen verantwortlich sein, so ein OSK- Sprecher auf SWR-Anfrage. Damit sei der Weiterbetrieb der insgesamt 16 Arztpraxen in den beiden Versorgungszentren gesichert.
"Bewusster Schritt" für stabile Gesundheitsversorgung
Man wolle in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter zu einer wirtschaftlichen Gesundung der Einrichtungen beitragen. Die Übernahme über die Grenzen zwischen dem Bodenseekreis und dem Kreis Ravensburg hinweg sei ein "bewusster Schritt" auf dem Weg zu einer stabilen Gesundheitsversorgung in beiden Landkreisen, heißt es von der OSK.
Fusion von OSK und MCB wird angestrebt
Am Ende dieses Weges könnte zudem ein Zusammenschluss der Oberschwabenklinik mit dem ebenfalls finanziell angeschlagenen Medizin Campus Bodensee (MCB) in Friedrichshafen stehen. Das wird derzeit im Bodenseekreis und bei der Stadt Friedrichshafen diskutiert. Erst am Montag hatte der Gemeinderat beschlossen, diesen Weg zu verfolgen. Denn der MCB verzeichnet Millionenverluste, die weder Stadt noch Kreis ausgleichen können.
Krankenhauslandschaft vor Umbruch Gemeinderat Friedrichshafen stimmt für Planinsolvenzverfahren des MCB
Die Stadtverwaltung hatte für den angeschlagenen Medizin Campus Bodensee ein Verfahren in Planinsolvenz angestrebt. Dem stimmt der Friedrichshafener Gemeinderat einstimmig zu.