Mücken an Teilen des Bodensees

Asiatische Tigermücke in Konstanz: Was können Anwohner tun?

In Konstanz-Fürstenberg hat sich die Asiatische Tigermücke in den vergangenen zwei Monaten wegen der anhaltend hohen Temperaturen besonders stark ausgebreitet. Welche einfachen Maßnahmen helfen.

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Stand

Die Asiatische Tigermücke fühlt sich in Teilen der Bodenseeregion wohl. Vor allem im Stadtteil Konstanz‑Fürstenberg hat sich laut Stadt die Population im Juni und Juli vergrößert. Aktuell ist kein weiterer Anstieg zu beobachten. Die Zahl der Insekten könnte sich in den kommenden Wochen aber weiter erhöhen - begünstigt durch lange, warme Perioden und damit durch den Klimawandel. Die Stadt Konstanz ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv gegen die Ausbreitung vorzugehen.

Die Insekten gelten als aggressiv und äußerst widerstandsfähig. Anders als heimische Stechmücken sind sie tagsüber aktiv und stechen häufiger. In ihren Herkunftsgebieten können Tigermücken gefährliche Krankheiten wie das Dengue-Fieber übertragen. Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien.

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Wer etwas gegen Tigermücken tun will, muss vor allem eines wissen: Die Tiere legen ihre Eier bevorzugt in kleinen, künstlichen Wasserstellen ab. Wird eine Tigermücke im Garten entdeckt, liegt die Brutstätte meist nur 100 bis 200 Meter entfernt, häufig auf dem eigenen oder einem benachbarten Grundstück.

Die Stadt Konstanz empfiehlt deshalb, alle offenen Wasserstellen regelmäßig komplett zu leeren. Behälter, die Wasser sammeln, sollten dicht abgedeckt werden. Nicht benötigte Gefäße lagern Anwohner idealerweise trocken und geschützt, sodass sich kein Regenwasser darin sammeln kann.

Beobachtung der Tigermücken in Konstanz

Damit es nicht bei einzelnen Beobachtungen bleibt, setzt die Stadt Konstanz auf systematische Überwachung. Gemeinsam mit einer Schädlingsbekämpfungsfirma werden in den betroffenen Stadtgebieten spezielle Tigermückenfallen aufgestellt. Diese Fallen werden regelmäßig kontrolliert, die Fangzahlen erfasst und ausgewertet. Auf ein außergewöhnliches Tigermückenjahr deuten sie laut Stadt aber bislang nicht hin. Bürgerinnen und Bürger können die aktuellen Fangzahlen und Karten zur Ausbreitung live im Internet verfolgen. Die Stadt Konstanz hat im Internet noch einige Hinweise und Maßnahmen zur Asiatischen Tigermücke gesammelt.

Die Tigermücke wurde bisher auch schon in Radolfzell (Kreis Konstanz) nachgewiesen sowie im Kreis Ravensburg und dem Bodenseekreis.

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Gerald Pinkenburg
SWR-Redakteur Gerald Pinkenburg
Onlinefassung
Moritz Kluthe
SWR-Redakteur Moritz Kluthe Autor Bild

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