Grenzwerte bei SF6 sollen überschritten worden sein

Umwelthilfe erstattet Strafanzeige gegen Chemiekonzern Solvay

Die Deutsche Umwelthilfe hat jetzt doch Anzeige gegen den Chemiekonzern Solvay erstattet. Sie wirft dem Unternehmen vor, zu viel von dem Treibhausgas SF6 freigesetzt zu haben.

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Von Autor/in Jan Arnecke

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am Donnerstag Strafanzeige gegen Verantwortliche des Chemiekonzerns Solvay erstattet. Das hat die zuständige Referentin dem SWR bestätigt. Die Organisation wirft Solvay vor, mit seinem Werk in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) beim Treibhausgas SF6 gegen Grenzwerte verstoßen zu haben.

DUH entscheidet sich um: Jetzt doch Anzeige gegen Solvay

Eine überraschende Wendung. Noch am Mittwoch hatte die DUH mitgeteilt, auf eine Anzeige verzichten zu wollen. Nach Aussage der DUH gebe es keinen gesetzlichen Grenzwert für SF6, so die Begründung. Allerdings habe man nun herausgefunden, dass es einen Grenzwert für anorganische Fluorverbindungen gebe, zu denen eben auch SF6 zählt.

Dagegen verstoße Solvay nach Ansicht der DUH, daher wurde jetzt doch noch Strafanzeige gegen Verantwortliche des Chemiekonzerns erstattet. Inzwischen bestätigt auch die Staatsanwaltschaft Heilbronn den Eingang der Strafanzeige.

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Vor rund einer Woche war durch einen Bericht der Goethe-Universität in Frankfurt bekannt geworden, dass in Baden-Württemberg große Mengen des Treibhausgases SF6 freigesetzt werden. Die Forscher machten Solvay als Verantwortlichen aus.

Die Untersuchungen ließen nur den Schluss zu, dass der Verursacher im Raum Heilbronn zu finden sei, hieß es. Dort komme nur das Chemiewerk Solvay in Frage. Das Unternehmen hatte selbst angegeben, dass es 2023 56 Kilogramm an SF6-Emissionen gab. Das passte mit den Werten der Forscher nicht zusammen. Demnach geht es um 30 Tonnen des Treibhausgases.

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