Der Tod eines 12-jährigen Jungen in Niedernhall (Hohenlohekreis) beschäftigt weiterhin Polizei und Staatsanwaltschaft. Auch rund eineinhalb Monate nach der Tat gibt es kaum neue Erkenntnisse. Der Beschuldigte mache von seinem Schweigerecht Gebrauch, teilte die Staatsanwaltschaft Heilbronn dem SWR auf Anfrage mit.
Ermittlungen zum Tod des 12-Jährigen ohne Durchbruch
Der Vorfall ereignete sich am 11. September: Auf einem Supermarktparkplatz soll es zu einem Streit zwischen dem Jungen und einem 18-Jährigen gekommen sein. Wenig später wurde der Zwölfjährige von dem Auto des jungen Mannes erfasst und tödlich verletzt. Die Ermittler prüfen seitdem, ob der Fahrer den Jungen absichtlich oder fahrlässig angefahren hat.
Der Fall hat in der Gemeinde tiefe Betroffenheit ausgelöst. Noch immer steht am Ort des Geschehens eine kleine Gedenkstätte mit Blumen, Kerzen und Fotos. Der Schmerz sitze weiterhin tief, so Bürgermeister Achim Beck (parteilos). Erst wolle man Rücksprache mit den Eltern halten. Dann soll entschieden werden, ob und wann die Gedenkstätte verkleinert oder abgebaut wird.
Wann konkrete Ergebnisse der Ermittlungen zu erwarten sind, hat die Staatsanwaltschaft bisher nicht mitgeteilt.