Die Krankheitsausfälle bei der Arbeit sind in Baden-Württemberg nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit im vergangenen Jahr etwas gesunken. Im Schnitt waren berufstätige DAK-Versicherte 16,6 Kalendertage krankgeschrieben - etwas kürzer als 2024 mit 17 Fehltagen, wie die Kasse ermittelte.
Vor allem Atemwegsinfekte und psychischen Erkrankungen
Wichtigste Ursachen für Krankschreibungen waren demnach Atemwegsinfekte, psychische Erkrankungen und Probleme wie Rückenschmerzen. Wegen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis gab es im vergangenen Jahr bei der DAK 336 Fehltage je 100 Versicherte. Im Jahr davor waren es noch 355 Fehltage. Auf Platz zwei kamen psychische Erkrankungen, zum Beispiel Depressionen. Es folgten Muskel-Skelett-Probleme wie Rückenprobleme.
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Gerade krank? Das ist doof! Hier gibts alles Wichtige zum Thema Krankschreibung und Krankmeldung. Außerdem klären wir, ob eine telefonische Krankschreibung derzeit möglich ist.
Kanzler Merz kritisiert einen zu hohen Krankenstand
Um den Krankenstand zu senken, schlug DAK-Landeschef Siegfried Euerle vor, das betriebliche Gesundheitsmanagement zu stärken. Die DAK ist eigenen Angaben zufolge die viertgrößte Krankenkasse im Land. Sie hat nach eigenen Angaben mehr als 260.000 Versichertendaten ausgewertet.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte einen aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand in Deutschland beklagt und die Möglichkeit infrage gestellt, bei leichteren Erkrankungen auch telefonisch und ohne Praxisbesuch eine Krankschreibung zu bekommen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte an, die Regelung zu überprüfen.