Möslang und Kriegel weiter im Rennen

Noch kein Sieger: Weinheimer Oberbürgermeisterwahl geht in Stichwahl

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Weinheim hat am Sonntag keiner der Kandidierenden die notwendige Mehrheit für einen Sieg geholt. Aber Michael Möslang (CDU) liegt deutlich vorne.

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Von Autor/in Esther Uhrig

Sieben Männer und eine Frau waren zur Wahl des neuen Oberbürgermeisters am Sonntag in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) angetreten - keiner der Kandidierenden schaffte im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Trotzdem gab es am Sonntag ein deutliches Votum für Michael Möslang (CDU, unterstützt auch von Freien Wählern und FDP). Der Bürgermeister von Linkenheim-Hochstetten (Kreis Karlsruhe) kam auf 39,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Ich bin dankbar, dass sich im ersten Wahlgang so viele Menschen für den Kandidaten entschieden haben, der von außen kommt.

Bis zur bevorstehenden Stichwahl am 17. Mai wolle er noch einmal mit konkreteren Ideen für die Große Kreisstadt zur Wahl antreten. Mit 45,8 Prozent Wahlbeteiligung sei da noch viel Luft nach oben, so Möslang im Gespräch mit dem SWR. Er sei zuversichtlich, schlussendlich auch Oberbürgermeister zu werden.

Zweitplatzierte mit deutlichem Abstand

Deutlich hinter dem Bewerber Möslang liegt Alexandra Kriegel (SPD) mit 24 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Weinheimerin und Leiterin des Mannheimer Stadtraum-Services sagte, sie sei dankbar, dass sie in die Stichwahl gehen dürfe.

Dass ich auf Platz zwei gelandet bin, macht mir große Freude.

Auch sie gibt sich optimistisch, die Stichwahl in zwei Wochen für sich entscheiden zu können. Man müsse nun sehen, wie sich die unterlegenen Kandidaten positionieren und dann weiter für sich werben. Immerhin stehe sie für einen neuen Politik-Stil und mehr Bürgernähe, so die Kandidatin.

Übrige Kandidierende weit abgeschlagen

Die sechs weiteren Bewerber lagen mit deutlichem Abstand hinter den anderen beiden Kandidierenden. Einer, dem im Vorfeld ebenfalls gute Chancen eingeräumt worden waren, war der Bürgermeister von Adelsheim (Neckar-Odenwald-Kreis). Wolfram Bernhardt (Grüne) kam mit 17,6 Prozent auf Platz drei. Er sei ein bisschen enttäuscht, sagte er.

Das war mein Angebot, aber die Weinheimer haben anders entschieden. Es ist natürlich schade, aber so ist das Leben.

Der Weinheimer Kandidat und Stadtrat Carsten Labudda (Linke) erhielt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 8,7 Prozent der Stimmen, Marcel Fieger (parteilos) 4,9 Prozent, Heiko Stilgenbauer (parteilos), 3,8 Prozent, Matthias Hördt (parteilos) 1,5 Prozent und Awais Buttar (parteilos) 0,1 Prozent.

Wie geht es bei der Weinheimer OB-Wahl weiter?

Am 17. Mai wird es eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen geben, also zwischen Michael Möslang und Alexandra Kriegel. Dann reicht einem von ihnen eine einfache Mehrheit, um Nachfolger von Manuel Just (parteilos) zu werden. Der 47-Jährige stand seit 2019 an der Weinheimer Verwaltungsspitze und ist seit dem 1. Mai neuer Landrat des Rhein-Neckar-Kreises. An dieser Position hat er Stefan Dallinger (CDU) abgelöst, der 16 Jahre lang Landrat war.

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