Die Stadt Stuttgart stellt sich auf weniger Geflüchtete ein. Sie wird auf den Bau von bisher geplanten zusätzlichen Flüchtlingsunterkünften an vier Standorten verzichten und sie will zudem zwei bestehende Standorte aufgeben. Das teilte die Verwaltung am Mittwoch mit. Dies werde dadurch möglich, dass die Zahl von Geflüchteten, die von der Stadt untergebracht werden müssen, anhaltend rückläufig sei. Prognosen des Migrationsministeriums würden zeigen, dass die Zahl auch in Zukunft niedriger als bisher bleibt, heißt es weiter.
Weilimdorf: LEA statt städtischer Unterkunft
Doch um welche Standorte geht es konkret? In Stuttgart-Feuerbach sollen an der Feuerbacher-Tal-Straße keine Geflüchteten untergebracht werden. In Stuttgarter-Degerloch am Guts-Muths-Weg werden die Unterkünfte nicht aufgestockt, ebenso werden die Standorte in Stuttgart-Möhringen am Lautlinger Weg und in Stuttgart-Plieningen an der Leypoldstraße nicht erweitert.
In Stuttgart-Schönberg wird der Standort Am Röhrlingweg wie geplant ab Februar geräumt. In Stuttgart-Weilimdorf will die Stadt die Unterkunft in der Holderäckerstraße im Oktober 2027 räumen. Damit will die Stadt die Zahl der Geflüchteten in dem Stadtbezirk reduzieren. Denn in Weilimdorf soll eine Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) des Landes Baden-Württemberg entstehen. Einen offiziellen Starttermin für die LEA gibt es noch nicht, die Stadt Stuttgart spricht von "voraussichtlich 2029".
Ministerrat hat zugestimmt LEA kommt nach Stuttgart-Weilimdorf
Nun ist der Weg frei für eine Landeserstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Weilimdorf. Der Ministerrat hat der Vereinbarung zugestimmt.
Stuttgart: Zahl der Geflüchteten wird sich auf 7.500 reduzieren
Die Stadt geht davon aus, dass die aktuelle Zahl von 8.700 durch die Stadt untergebrachten geflüchteten Personen bis Ende 2026 auf etwa 7.500 zurückgeht. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) spricht von einer guten Entwicklung. "Wir brauchen mehr Ordnung und Steuerung der Zuwanderung sowie eine gute Integration derjenigen, die bleiben dürfen", teilte er mit.