Nach der Entgleisung eines Zugs auf dem Hauptbahnhof Stuttgart fahren Regional- und Fernzüge wieder regulär. Das teilte die Bahn dem SWR am Freitagnachmittag mit. Bei einer Rangierfahrt war das Drehgestell eines Flixtrains aus dem Gleis gesprungen. Die Gleise acht bis elf konnten nicht aus Süden und aus Richtung Bad Cannstatt genutzt werden. Da Züge auf andere Bahnsteige umgeleitet werden mussten, kam es zu Verspätungen im Regional- und Fernverkehr.
Bahn: Ursache könnte nicht beachtetes Signal sein
Züge aus Richtung Norden und dem Bahnhof Feuerbach waren laut Bahn nicht betroffen. Ursache könnte ein nicht beachtetes Signal gewesen sein, so die Bahnsprecherin. Eine Sprecherin von Flixtrain erklärte, man untersuche die Ursachen gemeinsam mit der Bahn. Zwei Flixtrain-Fahrten auf den Strecken Stuttgart nach Hamburg und Hamburg nach Berlin würden zudem am Freitag entfallen.
Der Stuttgarter Kopfbahnhof, für den die Deutsche Bahn zuständig ist, verfügt über 16 Gleise. Insbesondere die Infrastruktur von Gleisen, Weichen und Stellwerktechnik gilt seit Jahren als marode. Deswegen kommt es dort immer wieder zu Problemen. Wegen der Verspätung beim Milliardenprojekt Stuttgart 21, das unter anderem einen Tiefbahnhof vorsieht, muss der Kopfbahnhof nach jetzigen Planungen noch mindestens bis Mitte 2032 in Betrieb bleiben.
Neuer Kostenrahmen bei 14,5 Milliarden Euro Bahn-Chefin bestätigt 2031 als neuen Starttermin für Stuttgart 21 - "Fernwanderweg" für Reisende soll schneller entfallen
Bahnchefin Evelyn Palla hat nach der Sitzung des Lenkungskreises bestätigt, dass Stuttgart 21 im Dezember 2031 in Betrieb gehen wird. Damit bestätigt sie Recherchen des SWR.