Regional- und Fernverkehr betroffen

Zugausfälle und Umleitungen an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm

Ab Dienstag kommt es zehn Tage lang zu massiven Behinderungen auf der ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Wegen Bauarbeiten fallen Züge aus, werden umgeleitet oder es fahren Busse.

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Von Autor/in Maren Haring, Maja Nötzel

Bahnkundinnen und -kunden müssen sich ab Dienstag auf Störungen auf der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm einstellen. Es wird daran gearbeitet, dass die Schnellfahrstrecke in Zukunft an den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof angeschlossen werden kann. Die Arbeiten dauern bis zum 16. Mai 2025.

Fernverkehr: Umleitungen und teils Ausfälle

Im Fernverkehr werden auf der Strecke Mannheim-Stuttgart-München einige ICEs und ICs umgeleitet, die Fahrtzeit verlängert sich dadurch. Andere enden in Stuttgart und fahren nicht weiter bis München, teilte die Deutsche Bahn mit. Zum Teil wird der Fernverkehr allerdings auch über die alte Strecke über die Alb geleitet, dann verlängert sich die Fahrtzeit.

Regionalverkehr besonders betroffen

Im Regionalverkehr fahren von Dienstag bis Mittwochmorgen zwischen Wendlingen und Ulm gar keine Züge. Ab Mittwoch gibt es zwischen Ulm und Merklingen wieder Zugverbindungen. Zwischen Merklingen und Wendlingen fallen die Züge tagsüber weiterhin aus. Ab 17 Uhr gibt es aber jeden Tag vereinzelte Züge, hieß es weiter. Laut der Deutschen Bahn wird ein umfassender Schienenersatzverkehr eingerichtet. Im Schülerverkehr fahren auf einigen Verbindungen mehr Busse.

Die Deutsche Bahn arbeitet im Mai nach eigenen Angaben an der Leit- und Sicherungstechnik, also unter anderem an der Software und den Signalen. Die Schnellfahrstrecke müsse an die neue Infrastruktur in Richtung des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs sicherungstechnisch angebunden werden. So werde unter anderem neue Software in einem der Stellwerke entlang der Strecke installiert.

Bauarbeiten schon seit Februar

Schon seit Februar gibt es nachts bei der Regionalbahn RE200 Zugausfälle und Schienenersatzverkehr wegen Instandhaltungsarbeiten. Die Oberleitung der Neubaustrecke Stuttgart-Wendlingen ist seit März unter Hochspannung.

Zwischen Filder- und dem Albvorlandtunnel stehen seitdem auch alle Leitungen und Anlagen mit 15.000 Volt unter Spannung. Dieser Streckenabschnitt soll nach Angaben der Bahn mit der Eröffnung des Tiefbahnhofs im Dezember 2026 in den kommerziellen Betrieb gehen.

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